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Einheitlicher Zahlungsverkehr

SEPA: Kleine und mittlere Unternehmen müssen umstellen

Nur noch zwei Monate: Unternehmen müssen sich jetzt auf SEPA vorbereiten. Es gibt keine Übergangsfrist. Am 1. Februar 2014 löst das europäische Zahlungssystem die nationalen Verfahren ab.

Ein Kugelschreiber liegt auf einem SEPA-Überweisungsformular Viele Firmen sind nicht auf die SEPA-Umstellung vorbereitet Foto: Marco Laux

Die Überweisungs- und Lastschriftverfahren im Euroraum werden vereinheitlicht. Das erleichtert den Zahlungsverkehr und macht ihn sicherer.

Firmen müssen aktiv werden

Ab dem 1. Februar 2014 müssen Unternehmen mit SEPA arbeiten. Es ist daher wichtig, dass sich kleine und mittelständische Unternehmen um ihre SEPA-Umstellung aktiv kümmern.

Sie sollten sich an ihre Bank wenden und außerdem mit ihrem IT-Dienstleister besprechen, ob die Betriebssoftware modernisiert werden muss: die neuen SEPA-Verfahren verfügen über ein spezielles Datenformat.

Umstellung in den nächsten zwei Monaten

Derzeit nutzen insbesondere kleine und mittlere Unternehmen SEPA Überweisungen und Lastschriften noch wenig. Daher ist absehbar, dass die Umstellung geballt innerhalb der nächsten zwei Monate erfolgen wird.

Täglich 60 Millionen Überweisungen und Lastschriften

"Wenn Unternehmen und Vereine bisher noch nie von SEPA gehört haben, kann es sie Anfang nächsten Jahres kalt erwischen. Denn dann drohen Liquiditätsengpässe und Kosten durch fehlerhafte Zahlungsabwicklung“, sagt Carl-Ludwig Thiele, Mitglied des Vorstandes der Deutschen Bundesbank.

Es geht um täglich rund 60 Millionen Überweisungen und Lastschriften im Gesamtwert von 279 Milliarden Euro, die dann nur noch im SEPA-Format angenommen und ausgeführt werden dürfen

Gläubiger-Identifikationsnummer beantragen

Unternehmen benötigen unter anderem eine Gläubiger-Identifikationsnummer. Diese können sie im Internet bei der Deutschen Bundesbank beantragen. Die Bundesbank empfiehlt, diesen Prozess möglichst bis Ende Oktober 2013 abzuschließen.

Die Gläubiger-Identifikationsnummer ist eine kontounabhängige, eindeutige Kennung. Sie identifiziert zusätzlich den Zahlungsempfänger als Lastschrift-Einreicher.

Neue Kontokennung IBAN

Ab dem 1. Februar 2014 ersetzt die IBAN (International Bank Account Number) die bisherige nationale Kontokennung. Die IBAN setzt sich zusammen aus:

  • der Länderkennzeichnung DE (für Deutschland),
  • einer zweistelligen Prüfziffer,
  • der bisherigen Kontonummer und
  • der Bankleitzahl.

Hat ein Unternehmen mehrere Konten, wird für jedes Konto eine separate IBAN vergeben.

Die zusätzliche Angabe des BIC entfällt bei Inlandzahlungen ab 1. Februar 2014 und bei grenzüberschreitenden Zahlungen ab 1. Februar 2016.

SEPA - schnell, kostengünstig, sicher
SEPA-Überweisungen gibt es bereits seit 2008. Mit der Umstellung am 1. Februar 2014 entfällt das derzeit kostenintensive Nebeneinander von inländischen Zahlungsverkehrsprodukten und SEPA-Produkten. Zahlungen in Euro innerhalb der Europäischen Union können künftig schneller und kostengünstiger durchgeführt werden.

Jeder Kontoinhaber, ob Privatperson, Unternehmen oder Verein ist von der Umstellung auf SEPA betroffen. Vorteile: Sie alle können unabhängig von ihrem Sitz oder Wohnort ihren gesamten bargeldlosen Euro-Zahlungsverkehr steuern: effizient, sicher und einheitlich. Sie haben europaweit freie Kontowahl. Für ihre Kontoführung können sie sich das Kreditinstitut mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis in ganz Europa aussuchen.
Für Unternehmen, die im Internethandel aktiv sind, hat SEPA den Vorteil, dass sie ihren Kunden – in Absprache mit ihrer Bank – das Überweisungs- und Lastschriftverfahren nunmehr europaweit als Zahlungsmöglichkeit anbieten können.

Freitag, 22. November 2013

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