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Cyber-Kriminalität

Smartphones sicherer machen

Die Sicherheit von Smartphones und Tablet-PCs sind trügerisch. Hierauf hat Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner auf dem CyberCrime Kongress bei München hingewiesen. Sie fordert von den Geräteherstellern sicherere Produkte.

Zu Weihnachten werden voraussichtlich viele Smartphones und Tablet-PCs unter dem Christbaum liegen. Beschenkte freuen sich darauf, sich mit dem Gerät jederzeit mobil informieren und etwas kaufen zu können. Dabei verlassen sie sich darauf, dass ihre Daten sicher sind.

Das große Potenzial der Geräte ist verlockend

Geschäfte mit internetfähigen mobilen Geräten haben ein großes Potenzial. Verbraucher schätzen diese Möglichkeiten immer mehr, denn sie erleichtern den Alltag. Erfolgreich werden Anbieter langfristig jedoch nur dann sein, wenn die Verbraucher in die Sicherheit vertrauen.

Sicherheitslücken machen es Datendieben jedoch noch zu leicht. Diese haben es nicht nur auf Kontodaten abgesehen, um damit Bankkonten zu plündern. Immer öfter werde versucht, die gesamte Identität von Personen zu stehlen, so Aigner. Alle Personendaten - vom Namen über Passwörter bis zu Personalausweisnummer und Kreditkartendaten - können weiterverkauft werden. Für betroffene Internetnutzer bedeutet dieser Datendiebstahl viel Ärger. Schnelles Handeln ist dann angesagt.

Sicherheit schon beim Produktdesign

Damit Verbraucher dies erst gar nicht erfahren müssen, forderte die Ministerin von den Herstellern sicherere internetfähige Endgeräte: "Beim Thema Sicherheit von Smartphones darf es keine Ausreden geben - etwa unter Verweis auf die Wirtschaftlichkeit oder die Bedienfreundlichkeit." Vielmehr müsse die Sicherheit schon beim Produktdesign an allererster Stelle stehen. Verbraucher müssten dabei verstehen, so die Ministerin weiter, dass Sicherheit nicht zum Nulltarif zu haben sei.

Die Ministerin forderte Online-Anbieter zu einem sichereren Umgang mit Kundendaten auf. Und Anbieter, die bereits einen Hacker-Angriff erfahren haben, sollen dies melden. "Verbraucher haben ein Recht darauf zu erfahren, bei welchem Unternehmen die Kundendaten gestohlen worden sind", sagte Aigner.

Es könne nicht sein, dass ein Unternehmen seine Kunden und die Öffentlichkeit erst verspätet und dann nur scheibchenweise über das wahre Ausmaß eines Datenlecks informiere. Deshalb begrüße sie die Pläne des Bundesinnenministeriums, hier eine Meldepflicht vorzusehen. Auch EU-Kommissarin Neelie Kroes habe hierzu ihre Unterstützung signalisiert.

Montag, 10. Dezember 2012

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