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Konjunktur

Solides Wachstum 2011

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung erwartet für 2011 ein Wirtschaftswachstum von 2,2 Prozent. Die deutsche Wirtschaft bleibe auch 2011 und 2012 auf dem Wachstumspfad.  

Containerbrückenfahrer im Hamburger Hafen Viel zu verladen: weltweit gefragte Produkte Foto: Sebastian Bolesch

Allerdings werde es die Aufholeffekte aus dem vergangenen Jahr  in den nächsten Jahren so nicht mehr geben, so das DIW aus Berlin.

2011 profitiere die Wirtschaftsleistung von mehreren Faktoren zugleich: vom Außenhandel, den Bau– und den Ausrüstungsinvestitionen sowie vom privaten Konsum.

Deutschland ist gestärkt aus der Krise herausgekommen

„Deutschland hat die Krise wie kaum ein anderes Land gemeistert“, so die Bundeskanzlerin in ihrer Neujahrsansprache. Und der Bundeswirtschaftsminister ergänzt: „Deutschland hat den Grundstein für ein nachhaltiges Wachstum gelegt.“

Die Bundesregierung stellt ihre Jahresprojektion für 2011 am 19. Januar  mit dem Jahreswirtschaftsbericht vor.

Exportwirtschaft stark wie vor der Krise

"Die Exportwirtschaft erreicht im Prognosezeitraum wieder ein Produktionsniveau wie vor der Krise", prognostizieren die Fachleute des DIW. Dafür sorge vor allem die Nachfrage aus den Schwellenländern. Dorthin gehen mittlerweile knapp 20 Prozent der deutschen Exporte.

Weltweit erwarten die Berliner Forscher für 2011 und 2012 ein Wirtschaftswachstum von 4,2 und 4,5 Prozent. Die deutsche Wirtschaftsleistung  soll 2012 um 1,3 Prozent wachsen. Besonders im Euroraum gebe es weiterhin große Unterschiede im Wirtschaftswachstum.

Binnenwirtschaft legt auch 2011 zu

Die Binnennachfrage werde auch 2011 wachsen und das gesamtwirtschaftliche Wachstum auf eine breitere Basis stellen. Das DIW rechnet vor allem mit einem steigenden privatem Konsum.

Für die gute Konsumentenlaune ausschlaggebend ist die günstige Arbeitsmarktentwicklung. Die Produzentenstimmung befindet sich auf einem Allzeithoch.

Arbeitsmarkt wird sich weiter entspannen

Deutschland ist – auch dank der Konjunkturprogramme der Bundesregierung – ohne Massenentlassungen aus der Krise gekommen. Auch 2011 dürfte die Beschäftigung noch einmal wachsen, allerdings mit abgeschwächtem Tempo. Die Arbeitslosigkeit dürfte entsprechend weiter abnehmen. Das DIW geht im Jahresdurchschnitt noch von mehr als drei Millionen Menschen ohne Arbeit aus.

Die Lage bei den Vollzeitbeschäftigten, den vor allem von der Krise Betroffenen, erholt sich unterdessen nur langsam. Die Erwerbstätigenzahlen sind in 2010 zu einem großen Teil durch mehr Teilzeitstellen gestiegen.

Risiko Staatsverschuldung

Das deutsche Staatsdefizit werde 2011 weiter zurückgehen, sagen die Fachleute voraus. So kann Deutschland die europäischen Stabilitätskriterien wieder einhalten.

Bei allem Optimismus warnt das DIW jedoch vor Euphorie: "Die Staatsschulden steigen weniger als befürchtet, aber sie steigen. Die deutsche Schuldenquote dürfte alles in allem mittlerweile bei über 80 Prozent liegen“, so DIW–Präsident Klaus Zimmermann. Es bestehe weiter erheblicher Konsolidierungsbedarf.

Die Schuldenkrise in Europa berge erhebliche Risiken für die deutsche Konjunktur, warnen die Fachleute. Besonders kritisch sieht  Zimmermann die Maßnahmen zur Bewältigung der Eurokrise. Er fordert vor allem eine strengere fiskalpolitische Überwachung und eine Beteiligung privater Kreditgeber bei einer Umschuldung bedrängter Staaten.

Donnerstag, 6. Januar 2011

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