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Demografischer Wandel

Verantwortung für alle Generationen

Weniger, älter, vielfältiger - diese Schlagworte beschreiben die Entwicklung unserer Bevölkerung in den nächsten Jahrzehnten. Auf dem Zweiten Berliner Demografieforum sprach Bundesfamilienministerin Kristina Schröder über die Demografiestrategie der Bundesregierung.

Mehrgenerationenhaus: älterer Mann mit zwei Jugendlichen Erfahrungswissen der Älteren und Pioniergeist der Jüngeren - die Gesellschaft braucht beides Foto: Burkhard Peter

Verändert sich die Altersstruktur einer Gesellschaft, hat dies Auswirkungen auf nahezu alle Lebensbereiche. Es geht nicht nur um ein gut aufgestelltes Rentensystem, sondern auch um genügend Fachkräfte, eine tragfähige Familienpolitik oder die Versorgung auf dem Land. Die Bundesregierung hat daher im vergangenen Jahr ihre Demografiestrategie vorgestellt, die Lösungsansätze für alle betroffenen Bereiche aufzeigt.

Die Förderung von Familien ist dabei ein zentrales Anliegen. "Familien vermitteln Kindern Werte. Werte, die die Gesellschaft tragen", so Schröder. Um Familien zu unterstützen, habe der Ausbau der Kinderbetreuung für die Bundesregierung oberste Priorität. Aber auch die Unternehmen seien aufgefordert, familienfreundliche Arbeitsbedingungen zu schaffen, so die Ministerin.

Gefragt sind Lösungen vor Ort

Der Bund kann die Herausforderungen des demografischen Wandels nicht allein bewältigen. Darum sind bei der Umsetzung der Demografiestrategie auch die Länder, Kommunen und Organisationen der Zivilgesellschaft beteiligt.

Schröder zeigte sich über diese Zusammenarbeit sehr zufrieden. Cornelia Rogall-Grothe, Staatssekretärin im Bundesinnenministerium, betonte ebenfalls, wie wichtig der Dialog zwischen Bund, Ländern und Kommunen ist.

Teilhabe von Jung und Alt

Für den Einzelnen bedeutet der demografische Wandel eine deutlich gestiegene Lebenserwartung. Die gewonnenen Jahre nutzen heute schon viele Ältere, um sich freiwillig zu engagieren. Dadurch bleiben sie in ihre Umgebung eingebunden und leisten für die Jüngeren wertvolle Hilfe.

Mit dem Bundesfreiwilligendienst hat der Bund für diesen Einsatz auch einen gesetzlichen Rahmen geschaffen. So erklärte Schröder: "Es gab keinen Grund, warum freiwilliges Engagement nur den Unter-27-Jährigen vorbehalten sein sollte."

Als ganz entscheidend für den Umgang mit demografischen Veränderungen nannte sie außerdem den Austausch unter den Generationen: "Gesellschaftlicher Fortschritt braucht beides – das Erfahrungswissen der Älteren und den Pioniergeist der Jüngeren."

Donnerstag, 10. Januar 2013

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