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Konjunktur

Verbraucher in bester Kauflaune

Die Deutschen kaufen so viel wie seit Jahren nicht mehr. Das Konsumklima erreicht im November ein Sechs-Jahres-Hoch. Die Anschaffungsneigung war seit 2006 nicht mehr so hoch wie jetzt, so die Ergebnisse der aktuellen Studie der Gesellschaft für Konsumforschung.

Die Verbraucherstimmung legt im November einen Jahresendspurt hin. Die Konsumenten reagieren auf die Erholungstendenzen der deutschen Wirtschaft.

Konjunkturerwartungen klar verbessert

Im November stiegen die Konjunkturerwartungen der Verbraucher bereits zum dritten Mal hintereinander. Die aktuell gemessenen 20,3 Punkte sind zudem der höchste Wert seit über zwei Jahren.

Auch die Erwartungen gewerblicher Unternehmen an den weiteren Geschäftsverlauf waren seit dem Frühjahr 2011 nicht mehr so hoch wie jetzt. Die Bundesregierung erwartet für das nächste Jahr ein wieder anziehendes Wirtschaftswachstum.

Einkommenserwartung spürbar gestiegen

Die Einkommenserwartung war in den vergangenen drei Monaten rückläufig. Nun macht sie einen Sprung nach oben. Der Indikator der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) stieg auf rekordverdächtige 45,2 Punkte.

Höher war dieser Wert zuletzt im März 2001, also vor mehr als 12 Jahren. Damals erreichte die Einkommenserwartung 45,7 Punkte.

Anschaffungsneigung auf Sieben-Jahres-Hoch

Die Konsumlaune klettert im November auf 45,7 Punkte. Einen höheren Wert gab es mit 59,9 Zählern zuletzt im Dezember 2006.

Für Weihnachtsgeschenke wollen die Deutschen durchschnittlich 288 Euro ausgeben. Das ist ein Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Der Handel kann laut GfK mit einem Umsatzplus von zwei Prozent im Weihnachtsgeschäft rechnen.

Zur festlichen Verbraucherstimmung tragen die anhaltend günstige Beschäftigungsentwicklung sowie reale Einkommenszuwächse bei. Auch die jüngste Leitzinssenkung der Europäischen Zentralbank habe daran einen Anteil, so die GfK.

Wirtschaft nimmt zum Jahresende Fahrt auf

Das Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) zeigt für das Schlussquartal ein Wachstum von gut 0,4 Prozent gegenüber dem dritten Quartal an.

Wegen des schwachen Jahresauftakts erwartet das DIW auch für das Gesamtjahr 2013 nicht mehr als ein Plus von 0,4 Prozent.

Das Wachstum käme weniger von der noch schwächelnden Exportentwicklung als vielmehr von der kräftigen Binnenwirtschaft. So hätten die Ausrüstungsinvestitionen ihr Tief durchschritten und dürften immer mehr vom günstigen Umfeld profitieren. Die positive Baukonjunktur setze sich fort. Der Konsum der privaten Haushalte trage merklich zum Wachstum bei.

Mittwoch, 27. November 2013

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