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Deutsche Bahn

Verkehrsministerium fordert von der Bahn neue Züge

Angesichts der zahlreichen Ausfälle im Bahnverkehr und bei der Berliner S-Bahn will die Bundesregierung, dass die Bahn mehr neue Züge anschafft. "Wir wollen eine kundenfreundliche Bahn", sagte Staatssekretär Klaus-Dieter Scheurle vor einem Spitzengespräch am Donnerstagabend mit dem Vorstand der Deutschen Bahn.

Fahrgäste stehen auf dem Bahnhof Ostkreuz in Berlin Verspätungen bei der Berliner S-Bahn Foto: picture alliance / dpa

Zentral sei für die Bundesregierung, dass neue, wintertaugliche Züge beschafft würden. Für die Berliner S-Bahn und für den Personenverkehr ginge es jetzt um zukunftsträchtige Lösungen.

„Wir wollen investieren“

„Meine Botschaft an den Bahnvorstand ist: Wir wollen als Eigentümer der Bahn nicht sparen. Wir wollen und müssen investieren, in rollendes Material, in größere Werkstattkapazitäten und in mehr Mitarbeiter“, so Scheurle.

Geld könne nicht das Problem sein. Jährlich schieße der Bund der Bahn mehr als 16 Milliarden Euro zu: für Investitionen ins Netz, regionale Investitionen und Pensionsansprüche. Wenn die Bahn für das vergangene Jahr rund eine Milliarde Euro Gewinn erwarte, sei es ihre Sache, die Mittel richtig einzusetzen, so Scheurle.

Fehler der Vergangenheit nur langsam zu beheben

Die alten S-Bahnzüge haben nach Ansicht des Bundesverkehrsministeriums technische, konstruktionsbedingte Mängel. Die meisten Züge wurden zwischen 1996 und 2004 angeschafft. Die Schäden an Motoren, Achsen, Bremsen, Lüftungen und Rädern seien weder bei der S-Bahn noch bei den ICEs nur auf Wartungsmängel zurückzuführen, so Scheurle.

An der Sanierung der S-Bahn solle sich neben Bahn und Bund auch das Land Berlin beteiligen, um den Investitionsrückstau zügig zu beseitigen. Die rund 52 Millionen Euro, die als Strafzahlungen einbehalten wurden, sollten in die S-Bahn reinvestiert werden, forderte Scheurle.

Das Bundesverkehrsministerium schätzt, dass es mindestens drei Jahre dauert, bis neue Wagen eingesetzt werden können. Neue Konstruktionen müssten intensiv auf Qualität überprüft werden. Die Bahnvorstände seien angewiesen, binnen vier Wochen ein neues Konzept für die Qualitätskontrolle vorzulegen.

Donnerstag, 6. Januar 2011

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