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Europäische Kulturhauptstadt 2010

Von der Industrieregion zur Kulturmetropole

"Essen für das Ruhrgebiet" ist zusammen mit Istanbul und dem ungarischen Pécs Europäische Kulturhauptstadt 2010. Ein Jahr lang präsentiert die Region ein dichtes und vielfältiges Kulturprogramm mit über 2.500 Veranstaltungen. Am Wochenende feierte die neue Kulturhauptstadt Eröffnung.

Die mit einer brennenden Wunderkerze geschriebene Jahreszahl 2010 leuchtet vor der Zeche Zollverein in Essen Das Ruhrgebiet feiert den Start des Kulturhaupstadtjahres Foto: picture alliance / dpa

Zum Start des Kulturhauptstadtjahres hatten die Veranstalter zu einem spektakulären Kulturfest auf dem Gelände der Zeche Zollverein eingeladen. "Komm zur Ruhr" lautet der Titel der eigens von Herbert Grönemeyer komponierten Hymne. Ein Motto, dem bereits am ersten Eröffnungstag viele neugierige Besucherinnen und Besucher folgten.

Neben Gästen aus ganz Europa wurden zur Eröffnungsfeier Bundespräsident Horst Köhler, Kulturstaatsminister Bernd Neumann und Ministerpräsident Jürgen Rüttgers erwartet. Das Programm bot viel mehr als nur einen Vorgeschmack auf das Jahr 2010: vom Kindertheater bis zum Jazzkonzert, von der Diskussionsrunde bis zur After-Show-Party war für jeden etwas dabei.

Geschichte des Ruhrgebiets in der früheren "Kohlenwäsche"

Blick auf die fuer das RUHRMUSEUM umgebaute Kohlewaesche mit neuem Zugang. Bild vergrößern Blick auf das neue Ruhr Museum Foto: Manfred Vollmer

Einer der Höhepunkte war die Eröffnung des neuen Ruhr Museums. Untergebracht ist es in der ehemaligen „Kohlenwäsche“, dem größten Gebäude der Zeche Zollverein. Es wurde in den vergangenen Jahren zum Museum umgebaut.

Künftig können sich Besucherinnen und Besucher dort über die Natur- und Kulturgeschichte des Ruhrgebietes informieren. Dabei versteht sich das Ruhr Museum nicht als klassisches Industriemuseum, sondern als Gedächtnis und Schaufenster der neuen Metropole Ruhr.

Kunst und Kultur für alle

Unter dem Motto "Wandel durch Kultur - Kultur durch Wandel" bietet die Region mit ihren insgesamt 53 Städten ein Jahr lang ein vielfältiges Kulturprogramm für Jung und Alt. Geplant sind rund 300 Projekte mit über 2.500 Veranstaltungen aus allen Sparten von Kunst und Kultur.

Der Bund fördert eine ganze Reihe davon. Aus dem Haushalt des Kulturstaatsministers stehen dafür insgesamt 18,8 Millionen Euro zur Verfügung, die zur Förderung ausgewählter Projekte wie auch der Eröffnungsveranstaltung eingesetzt werden. Entscheidend sind dabei Aspekte der kulturellen Bildung, der Kulturwirtschaft und der europäischen Vernetzung.

Vom Bund gefördert

Mit TWINS unterstützt der Kulturstaatsminister zum Beispiel die derzeit größte Städtepartnerschaft der Welt. TWINS verbindet die 53 Städte der Metropole Ruhr mit ihren über 200 Partnerstädten in ganz Europa und bezieht dabei mehr als 1.700 Künstler, Künstlergruppen und Institutionen mit ein.

Zu den geförderten Projekten gehört außerdem die umfassende Werkschau Hans Werner Henzes, der zu den bedeutendsten Komponisten und Musikdenkern der Gegenwart zählt. Finanzielle Unterstützung gibt es unter anderem auch für das Chorprojekt "!Sing - Day of Song" und die zeitgenössische Neuerzählung der "Odysee". Die einzelnen Episoden dieses antiken Epos sollen an fünf Wochenenden und verschiedenen Schauplätzen zu einer Gesamterzählung verknüpft werden.

Musikerziehung für alle Kinder im Ruhrgebiet

Mit einem eigenen Projekt und weiteren 10 Millionen Euro beteiligt sich die Kulturstiftung des Bundes ebenfalls an der Präsentation der neuen Kulturhauptstadt Europas. Das bereits laufende Programm "Jedem Kind ein Instrument" wird im Kulturhauptstadtjahr auf die ganze Region Ruhr ausgedehnt. 2010 soll es dann tatsächlich jedem Grundschulkind im Ruhrgebiet möglich sein, ein Instrument zu erlernen.

Montag, 11. Januar 2010

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