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Nukleare Abrüstung

Weniger Nuklearwaffen durch neuen Start-Vertrag

Der US-Senat hat den neuen Start-Vertrag ratifiziert. Nun fehlt noch die Zustimmung Russlands. Dann kann das zwischen den USA und Russland geschlossene Abkommen zur Verringerung von Nuklearwaffen in Kraft treten.   

Bundeskanzlerin Angela Merkel begrüßte die Ratifizierung des neuen START-Abrüstungsvertrags durch den US-Senat. Sie würdigte den Schritt der Kongresskammer als wichtigen Meilenstein in der Entwicklung einer wirklichen Partnerschaft mit Russland. Dies sei auch so im neuen strategischen Konzept der Nato angelegt.

Die Bundeskanzlerin übermittelte US-Präsident Barack Obama ihre Glückwünsche zur Bestätigung des Vertrags. Sie hoffe, dass der START-Ratifizierung weitere Abrüstungsschritte folgten.

Russlands Präsident Dmitri Medwedew begrüßte die Zustimmung des US-Senats ebenfalls. Er hoffe, dass nunmehr auch die russische Staatsduma und der Föderationsrat das Abkommen ratifiziere.

Abrüstung für eine sichere Welt

In seiner Prager Rede am 5. April 2009 hatte US-Präsident Barack Obama angekündigt, die beim Londoner G20-Gipfel begonnenen Abrüstungsgespräche mit Russland fortführen zu wollen. Es sollte einen neuen Vertrag zur Verringerung strategischer Atomwaffen geben.

Obama und Russlands Staatschef Medwedew hatten dann am 8. April 2010 in Prag das Nachfolge-Abkommen des START-Vertrags von 1991 unterzeichnet. Dieser galt als Grundpfeiler der Abrüstungskontrolle und war im Dezember 2009 ausgelaufen. Der neue Vertrag gilt bis 2020 und enthält Maßnahmen zur Reduzierung und Begrenzung der strategischen Angriffswaffen.

Weitere Schritte zur Verbesserung der weltweiten Nuklearsicherheit waren dann Mitte April 2010 bei einem Gipfeltreffen in Washington vereinbart worden. Die Gipfelteilnehmer einigten sich unter anderem darauf, strahlende Materialien weltweit binnen vier Jahren zu erfassen und zu schützen, um so einen Zugriff von Terroristen auf hochgefährliches Material zu verhindern.

Was  „NEW START“ regelt

Das neue Abkommen sieht eine Obergrenze von je 1.550 einsatzbereiten Atomsprengköpfen auf beiden Seiten vor. Die Zahl der Trägersysteme - Raketen, U-Boote und Flugzeuge - soll von 1.600 auf 800 pro Land sinken. Vom neuen Vertrag sind alle Interkontinentalraketen erfasst, die mit nuklearen Sprengköpfen bestückt werden können.

Taktische Nuklearwaffen mit kürzeren Reichweiten werden von New Start nicht erfasst. Die vereinbarten Reduzierungen sollen sieben Jahre nach Inkrafttreten des Vertrags erreicht werden.

Donnerstag, 23. Dezember 2010

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