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Sonntag, 9. Januar 2011

Mobilität und Verkehr

Winter keine Ausrede für Verkehrs-Chaos!

von:
Peter Ramsauer
Quelle:
in "BILD am Sonntag"

Das Billigste ist das Teuerste. Zugausfälle und Verspätungen bei der Deutschen Bahn sind das Ergebnis jahrelanger Sparpolitik und Renditedrucks, schreibt Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer in der "BamS". Der Minister fordert eine Qualitäts- und Innovationsoffensive der Bahn.

Der Winter macht es auch in diesem Jahr deutlich: Wir dürfen nicht auf Verschleiß fahren! Auf der Schiene regierten jahrelang Sparpolitik und Renditedruck. Reserven wurden abgebaut, Personal eingespart. Das lässt sich nicht von heute auf morgen aufholen.

Ergebnis: Zugausfälle, Verspätungen, verärgerte Fahrgäste, Entschädigungskosten. Auch auf der Straße ist gute Substanz der beste Schutz vor Winterschäden.

Fazit: Rechtzeitig in beste Qualität investieren! Das Billigste ist am Ende das Teuerste. Unterlassene Investitionen rächen sich. Flickschusterei an maroden Zügen oder bröckelndem Asphalt sind die Folgen. Die Bahn muss jetzt mit einer Qualitäts- und Investitionsoffensive reagieren. Für Autobahnen und Bundesstraßen gilt: Hier gibt der Bund viel Geld aus. Trotz Auslaufen der Konjunkturpakete steigen die Erhaltungsmittel in diesem Jahr auf 2,2 Milliarden Euro. Schlaglöcher werden vorrangig und schnellstmöglich beseitigt – zur Vermeidung von Folgeschäden. Über die Auswirkungen des Winters werde ich dem Verkehrsausschuss des Deutschen Bundestages in Kürze berichten.

Wenn sich herausstellt, dass es vermeidbares Chaos gab, muss es Konsequenzen geben. Als Ausrede taugt der Winter in Deutschland nicht – und auch nicht die Fehler der Vergangenheit.

Von: Peter Ramsauer

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