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Verkehr

Winterwetter fordert alle heraus

Das Wetter können wir nicht ändern. Die Politik aber kann hinreichend Vorsorge treffen, die Folgen belastender Wetterverhältnisse für den Verkehr zu bewältigen. Sie sorgt dafür, dass die Rahmenbedingungen stimmen.

Verschneite Straße wird geräumt Schneeräumen gegen das Winterchaos Foto: picture-alliance/dpa

So hat Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer rechtzeitig vor Beginn der Schneeperiode Anfang Dezember die Winterreifenpflicht eingeführt. Diese Pflicht gilt seither auch für Lastkraftwagen einschließlich der Anhänger (LKW). Jeder LKW, der nicht entsprechend ausgerüstet ist, kann aus dem Verkehr gezogen werden.

Weiter hat der Bundesverkehrsminister dafür gesorgt, dass die Salzlager in Deutschland voll sind. Für die Bundesfernstraßen ist genügend Streusalz vorhanden.

Gegenseitig unterstützen

Bus, Bahn und Flugverkehr kämpfen bei diesem Winterwetter mit Problemen, unterstützen sich aber gegenseitig. So fährt etwa die Bahn unter sehr erschwerten Bedingungen häufiger, um Ausfälle im Flugverkehr auszugleichen. Wegen zahlreicher Flugausfälle verstärkt die  Deutsche Bahn zum Beispiel ab Mittwoch ihren Fahrplan: Auf den besonders nachgefragten Ost-West- und Nord-Süd-Verbindungen würden zusätzliche IC-Züge eingesetzt, so Deutsche-Bahn-Fernverkehrsvorstand Berthold Huber am Dienstag. Der neue Fahrplan soll voraussichtlich bis zum Jahresende gelten.

In den vergangenen Tagen seien auf den Nord-Süd- und Ost-West-Strecken 30 Prozent mehr Reisende unterwegs gewesen als im entsprechenden Vorjahreszeitraum, so der Vorstand. Seit dem Wintereinbruch Anfang Dezember habe die Bahn eine halbe Million zusätzlicher Buchungen verzeichnet. Zudem kauften derzeit 50.000 Menschen mehr als sonst ein Zugticket, freitags seien es sogar 100.000. Etwa 10.000 gestrandete Fluggäste seien zuletzt auf die Bahn umgestiegen, sagte Huber.

Ramsauer zeigte Verständnis dafür, dass viele Reisende sich ärgern. Die Öffentlichkeit könne erwarten, dass die Politik zusammen mit den einzelnen Verkehrsträgern alles daransetzt, dass die Dinge in Ordnung gebracht werden. "Das tun wir“, so Minister Ramsauer.

Mittwoch, 22. Dezember 2010

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