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Konjunktur

Wirtschaft erholt sich – staatliche Hilfen wirken

Die konjunkturelle Erholung setzt sich auch in den letzten drei Monaten des Jahres unverändert fort. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung erwartet für dieses Quartal einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes um 0,7 Prozent. Die Politik der Bundesregierung war erfolgreich: Der Wirtschaftsfonds Deutschland half vielen Unternehmen über die Krise.

Fachberaterin in einem Elektronikmarkt mit einem Kunden Auch der private Konsum kurbelt die Wirtschaft an. Foto: picture-alliance / dpa

Die konjunkturellen Indikatoren entwickeln sich weiter positiv, fassen die Berliner Wirtschaftsforscher zusammen: "Das Wachstum liegt damit deutlich über dem Durchschnitt der letzten Jahre."

Besonders die Produktion von Investitionsgütern habe zugelegt, so das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin). Aber auch die Auftragseingänge bei den Konsumgüterproduzenten nahmen zu: Im September und Oktober wurden Zuwächse von jeweils 0,8 und 2,4 Prozent verzeichnet.

Der private Verbrauch entwickelt sich günstig, jedoch bleiben die Exporte weiterhin ein wichtiger Treiber der deutschen Wirtschaft. Da der Großteil der Neubestellungen aus dem Ausland komme, seien die Hoffnungen auf einen schnellen Übergang zum binnenorientierten Wachstum übertrieben, so DIW-Konjunkturexperte Ferdinand Fichtner.  

Deutsche gehen zuversichtlich ins neue Jahr

Konjunkturprogramme wirken

Die guten Zahlen der wirtschaftlichen Entwicklung stehen auf zwei Beinen: Einerseits zeigen sie die hervorragende Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen. Anderseits belegen sie, dass sich die Politik der Bundesregierung in der Krise ausgezahlt hat. Mit dem "Wirtschaftsfonds Deutschland" ist es gelungen, den deutschen Unternehmen eine Brücke über die Krise zu bauen und Arbeitsplätze zu sichern.

Der Wirtschaftsfonds Deutschland stellt im Rahmen der Konjunkturpakete I und II Kredite der KfW sowie staatliche Bürgschaften zur Verfügung. Diese Maßnahmen sind befristet bis Ende 2010; Anträge können bis zum Ende des Jahres gestellt werden.

Frühzeitig hatte die Bundesregierung dieses Kredit- und Bürgschaftsprogramm in Höhe von ein insgesamt 115 Milliarden Euro aufgelegt. Es kam vor allem Mittelständlern zu Gute. Mehr als 19.000 Unternehmen profitierten von der staatlichen Hilfe, mehr als 14 Milliarden Euro wurden zugesagt: So wurden 14.646 Bürgschaften in Höhe von 5,4 Milliarden Euro und 4.574 Kredite in Höhe von rund 8,83 Milliarden Euro vergeben.

Dazu kommen 3,1 Milliarden Euro, die im Rahmen des KfW-Sonderprogramms als sechs Globaldarlehen vergeben wurden.

Informationen zum Wirtschaftsfonds Deutschland

Deutschland stützt internationale Konjunktur

Auch das Institut der deutschen Wirtschaft aus Köln bestätigt die Wirksamkeit der Konjunkturprogramme: Allein Deutschland habe mit Hilfe des staatlichen Engagements bis zu 1,4 Prozent mehr erwirtschaftet. Die sehr guten Wachstumsprognosen für 2010 und 2011 bestätigten diese Einschätzung, so die Kölner Konjunkturforscher.

Und: 2009 und 2010 sei das Bruttoinlandsprodukt in Europa zwischen 0,5 und 1 Prozent höher ausgefallen sei, als es ohne Konjunkturprogramme der Fall gewesen wäre. Dies hätten empirische Untersuchungen gezeigt.

Mittwoch, 22. Dezember 2010

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