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Einjahres-Bilanz

Zahl der Fernbuslinien mehr als verdoppelt

Fast 200 Fernbuslinien gab es Ende September in Deutschland. Seit Anfang des Jahres heißt es: Freie Fahrt für Fernbusse. Innerhalb weniger Monate ist so ein Markt entstanden, der sich rasant entwickelt. Die Zahl der Fernbuslinien zwischen deutschen Städten hat sich in dieser Zeit mehr als verdoppelt.

Blick durch den Mittelgang eines Fernbusses Ein Plus von 125 Prozent, so die Bilanz des Bundesverkehrsministeriums Foto: picture alliance / dpa

Länderbehörden hatten seit Jahresbeginn 108 Fernbuslinien genehmigt. So gab es Ende September 2013 bereits 194 innerdeutsche Busverbindungen. Das entspricht einem Plus von 125 Prozent, wie aus einer Bilanz des Bundesverkehrsministeriums hervorgeht.

Ende 2012 gab es 86 innerdeutsche Busverbindungen in Deutschland - vor allem von und nach Berlin oder zu Flughäfen ohne Bahnanschluss.

Aufbruchsstimmung hält an

Weitere 40 Genehmigungsanträge liegen derzeit auf den Tischen der Landesbehörden. Die Zahlen belegen: Die Liberalisierung des Fernbuslinienverkehrs hat Deutschland einen kräftigen Mobilitätsschub gegeben. Nahezu täglich kommen neue Linien hinzu.

Die Bundesregierung hatte Ende 2012 das Personenbeförderungsgesetz aus dem Jahr 1934 novelliert und damit den Konkurrenzschutz für bestehende Bahn- und Buslinien abgeschafft. Der hatte bis dahin verhindert, dass Buslinien parallel zu Bahnverbindungen oder in Konkurrenz zu existierenden Fernbus-Angeboten eingerichtet wurden. Seit Januar dürfen Busse auch Ziele in ganz Deutschland anfahren, wenn diese mindestens eine Stunde oder 50 Kilometer auseinander liegen.

Günstig und umweltfreundlich

Verbraucherinnen und Verbraucher können jetzt über längere Strecken kostengünstig und umweltfreundlich reisen. Denn: Der Bus ist eine echte Alternative zum Auto. Schon bei durchschnittlicher Auslastung werden Kraftstoffverbrauch und CO2-Ausstoß pro Fahrgast deutlich sinken.

In Zukunft könnten zehn Prozent des gesamten Verkehrsaufkommens in Deutschland auf Fernbusse entfallen. Das hat das Berliner Forschungsinstitut IGES errechnet.

Mittwoch, 27. November 2013

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