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Gesundheit

Zigarettenschmuggel eindämmen

Zigarettenschmuggel ist eine Straftat. Zudem gefährden illegal hergestellte Zigaretten die Gesundheit der Verbraucher ganz besonders, weil sie oft mehr Schadstoffe enthalten als andere Zigaretten. Deutschland will mit seinen internationalen Partnern deshalb weltweit gegen Zigarettenschmuggel vorgehen.

Zollbeamter mit Drogenspürhund Tabakschmuggel muss international bekämpft werden Foto: picture-alliance / dpa

Eine typische Szene: Ein Mann gibt einem anderen unter einer Bahnhofsbrücke einen Geldschein. Der zieht Zigarettenstangen ohne Zollbanderole aus seinem Rucksack und gibt sie dem Käufer, der ahnen dürfte, dass die auffallend preiswerten Zigaretten nicht auf legalem Wege produziert und nach Deutschland gebracht wurden.

Im vergangenen Jahr hat der Zoll in Deutschland 146 Millionen geschmuggelte Zigaretten sichergestellt. Es wird geschätzt, dass der Zigarettenschmuggel zehn Prozent des versteuerten Zigarettenabsatzes entspricht.

International zusammenarbeiten

In geschmuggelten Zigaretten werden die Höchstmengen an Schadstoffen oft um ein Vielfaches überschritten. Dadurch steigt die Zahl der Todesfälle, die mit dem Konsum von Tabak zusammenhängen.

Um die Gesundheit der Verbraucher zu schützen, soll der illegale Handel mit Tabakwaren weltweit eingedämmt werden. Deutschland hat das Protokoll unterzeichnet. Es setzt verbindliche Standards für die Vertragsstaaten und bildet einen Rahmen für die internationale Zusammenarbeit.

Deutschland hat sich mit der Tabakrahmenkonvention der World Health Organisation (WHO) verpflichtet, dagegen vorzugehen, dass Tabakwaren illegal hergestellt, geschmuggelt und gefälscht werden. Das Tabakschmuggelprotokoll konkretisiert dies weiter. In Deutschland und Europa werden viele Ansätze des Protokolls bereits umgesetzt. Ziel ist es, sie weltweit zu etablieren. Das Protokoll tritt neunzig Tage, nachdem es 40 Vertragsparteien unterzeichnet haben, in Kraft.

Tabakprodukte weltweit zurück verfolgen

Zigarettenschmuggel wird häufig international organisiert. Um ihn zu bekämpfen, müssen die Behörden betroffener Staaten und internationale Stellen zusammenarbeiten.

Das Protokoll sieht vor, dass Tabakprodukte weltweit zurückverfolgt werden können. Dafür werden die Packungen eindeutig und sicher gekennzeichnet. Es muss nachvollziehbar sein, wie und wo die Tabakprodukte hergestellt und wann und wohin sie versandt wurden. Im Protokoll ist außerdem geregelt, dass Verstöße geahndet werden.

Freitag, 11. Oktober 2013

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