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Zuwanderung

Erfolgsmodell "Blaue Karte EU"

Seit dem 1. August 2012 gibt es die "Blaue Karte EU", die die Zuwanderung von hochqualifizierten Fachkräften erleichtert und fördert. Bereits 8.879 Karten wurden bisher ausgegeben. Erwartet wird, dass zum Jahresende gut 10.000 Akademikerinnen und Akademiker eine Blaue Karte erhalten haben.

Ausländische Fachkräfte arbeiten in einem Labor Die "Blaue Karte" hilft, den Fachkräftemangel zu beheben Foto: Burkhard Peter

Das Erfolgsmodell der "Blauen Karte EU" beruht auf attraktiven Regelungen im Aufenthaltsrecht und einer gleichzeitigen Entbürokratisierung des Verfahrens.

Arbeitsplätze attraktiver

Die Blaue Karte erhalten Hochqualifizierte. Voraussetzungen sind der Nachweis eines Hochschulabschlusses und eines Arbeitsvertrages mit einem Jahresbruttogehalt von mindestens 46.400 Euro in Regelberufen. In Mangelberufen genügen 36.200 Euro. Die Entscheidung, sich in Deutschland niederzulassen, ist auch für die Familienangehörigen von Blaue-Karte-Inhabern interessant. Sie können nach der Einreise sofort und unbeschränkt eine Arbeit aufnehmen.

Besonders erfreulich ist, dass viele ausländische Absolventinnen und Absolventen deutscher Hochschulen in den Genuss der Blauen Karte kommen. Gerade für Berufsanfängerinnen und -anfänger hat die Karte neue Möglichkeiten geschaffen. Bis 30. Juni haben 1.149 Studierende unmittelbar nach ihrem Abschluss eine ihrer Qualifikation entsprechende Arbeit aufnehmen können und hierfür eine Blaue Karte erhalten. Zudem haben 305 Studierende nach einer kurzen Suchphase einen entsprechenden Arbeitsplatz in Deutschland gefunden.

Auch 764 Fachkräfte, die eine betriebliche Ausbildung abschlossen, konnten in ein Beschäftigungsverhältnis wechseln und verfügen nun über eine Blaue Karte.

Qualifizierte Zuwanderung kein Selbstläufer

Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich erklärte, in vielen Bereichen unserer Wirtschaft sei bereits heute ein Fachkräftemangel spürbar. "Vorrangig muss es darum gehen, das große Potenzial unserer eigenen Bürgerinnen und Bürger zu nutzen und unsere jungen Leute bestens auszubilden. Aber willkommen sind zusätzliche Fachkräfte aus dem Ausland. Experten sind sich einig, dass ohne eine solche Fachkräftezuwanderung unsere Wirtschaftsentwicklung gebremst wäre."

Auch Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen betonte: "Qualifizierte Zuwanderung ist ein enorm wichtiger Baustein, um den Wohlstand in Deutschland langfristig zu sichern. Nur, wenn die deutsche Wirtschaft über ausreichend Fachkräfte verfügt, bleibt sie auf Dauer stark." Es sei ein Vorteil der Blauen Karte, dass sie sowohl neu einreisenden Hochqualifizierten einen sicheren Status verschaffe und zugleich von bereits in Deutschland lebenden ausländischen Hochschulabsolventen in Anspruch genommen werden könne.

"Die Zahlen zeigen: Qualifizierte Zuwanderung ist kein Selbstläufer", so die Ministerin. "Um die klügsten Köpfe wirbt die ganze Welt und Deutschland ist kein traditionelles Einwanderungsland. Deswegen muss Deutschland aktiv auf dem internationalen Arbeitsmarkt für Karrieren in Deutschland werben." Dabei spiele die Fachkräfteoffensive von Arbeitsministerium, Wirtschaftsministerium und Bundesagentur für Arbeit eine Schlüsselrolle. "Ich will, dass Deutschland zum Magneten für hochqualifizierte Arbeitskräfte aus der ganzen Welt wird."

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler bekräftigte immer wieder die Bedeutung einer qualifizierten Zuwanderung: "Deshalb werben wir auch im Rahmen unserer Internetoffensive 'Make it in Germany' im Ausland gezielt um qualifizierte Fachkräfte.“

Mittwoch, 31. Juli 2013

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