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Deutsch-Griechische Versammlung

Es geht um "Die Stadt der Zukunft"

Am 22. Oktober startet in Nürnberg die Deutsch-Griechische Versammlung. 400 Gäste aus Griechenland und Deutschland wollen darüber sprechen, wie sich die Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern weiter ausgestalten lässt. Von der Kommunalpolitik über den Tourismus bis zum Energiebereich.

Hintergrund links: Parlamentarischer Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel, Hintergrund Mitte: Sprecher der Bundesregierung, Staatssekretär Steffen Seibert, Hintergrund rechts: griechische Botschafter Panayotis Zografos Regierungssprecher Steffen Seibert dankt allen, die sich in der Deutsch-Griechischen Versammlung engagieren Foto: Bundesregierung/Döring

Regierungssprecher Steffen Seibert dankte im Namen von Bundeskanzlerin Merkel allen Akteuren für ihre Zusammenarbeit. Eine Zusammenarbeit, die "von unten" wächst, von Region zu Region, Kommune zu Kommune und Bürger zu Bürger.

Das gemeinsame Arbeiten an ganz konkreten Projekten zeitigt in Griechenland dauerhafte Ergebnisse: In Athen und Heraklion gehen im Herbst die ersten beiden Berufsschulen für Hotelberufe an den Start. Junge Griechen können dort eine Ausbildung nach deutschem Vorbild, dem dualen System, absolvieren.  

In Griechenland steht eine Kommunalreform an. Um hier zu unterstützen, haben zwei Bürgermeisterbüros in Athen und Thessaloniki ihre Arbeit aufgenommen. Hier tauschen deutsche und griechische Bürgermeister ihre Erfahrungen aus. Die Nachfrage ist groß. So haben sich die Kefalonia und der Rhein-Neckar-Kreis oder Kozani und Bautzen gefunden.  

Den Menschen vor Ort macht der Müllberg auf Naxos Sorgen. Er droht ins Meer abzurutschen. Deshalb hat der Landrat von Schwäbisch Hall gemeinsam mit Experten und den griechischen Kollegen ein Konzept für die Schließung der Mülldeponie und eine nachhaltige Abfallwirtschaft entwickelt. Thessaloniki und Calw planen Ähnliches.

Tourismus-Saison verlängern 

Die besondere deutsch-griechische Zusammenarbeit führt auch zu Ergebnissen im Tourismus. Hier geht es darum, die Saison in den Spätherbst hinein zu verlängern. Demnächst reisen Pflegebedürftige aus Heilbronn mit ihren Angehörigen nach Rhodos. Ein Pilotprojekt.

Olivenöl selbst vermarkten

Griechenland steht für viele für gutes, gesundes Mittelmeeressen. Im Agrarbereich gibt es Unterstützung, das schmackhafte griechische Olivenöl besser als eigenständiges Produkt zu vermarkten. Griechische Unternehmen sind auf Messen wieder präsenter und verzeichnen gute Ergebnisse.

86 Einsätze von Bürgermeistern zum Austausch von Know-how zwischen griechischen und deutschen Kommunen allein in diesem Jahr. 14 Besuche von Delegationen in Griechenland seit April 2012. 13 Tagungen und Konferenzen politischer Stiftungen. Die Bilanz der Zusammenarbeit beider Länder liest sich gut.

Pionierarbeit in der EU 

Der Beauftragte der Bundeskanzlerin für die Deutsch-Griechische Versammlung ist der Parlamentarischer Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel. Er koordiniert mit seinem griechischen Gegenüber, Innenminister Giannis Michelakis, die vielen Projekte. Er sagt: "Inzwischen begegnet man auf den Flughäfen ständig Leuten, die nach Griechenland reisen oder von dort zurückkommen."

Fuchtel sieht die Aktivierungsphase für die Zusammenarbeit abgeschlossen. "Wir wissen jetzt, wie es geht und haben hier Pionierarbeit in der EU geleistet", bilanziert er anlässlich eines Pressegesprächs. Jetzt lägen konkretere Daten vor, dass auch die EU-Programme  infolge der Finanzkrise besser auf den Förderbedarf zugeschnitten werden können.

Bürgerinnen und Bürger kommen einander näher

Der griechische Botschafter Panayotis Zografos sieht das rege Interesse der griechischen Seite durch die große Präsenz bei der Deutsch-Griechischen Versammlung IV (DGV IV) in Nürnberg bestätigt. Mit der DGV IV sei ein ganz neues Konzept der Zusammenarbeit beider Länder entstanden, das nicht "von oben" komme, sondern von unten wachse. Es erreiche inzwischen ganz Griechenland von Kreta bis zum Norden. Die Partnerschaften in vielen Bereichen würden auch das Einander-Näherkommen von Bürgerinnen und Bürgern ermöglichen. Gerade auf der kommunalen Ebene sei das hilfreich, um mitunter vorhandene Missverständnisse auszuräumen.

Griechische Innen- und Landwirtschaftsminister in Nürnberg 

Zur Deutsch-Griechischen Versammlung IV in Nürnberg werden der griechische Innenminister Giannis Michelakis sowie sein Landwirtschaftskollege Athanasios Tsaftaris  erwartet. Da sich die Veranstaltung mit dem Thema "Die Stadt der Zukunft" beschäftigt, wird einer der Vortragenden der Präsident des Deutschen Städtetages, Ulrich Maly, sein.

In Vorträgen und Workshops geht es um Synergien zwischen Landwirtschaft und Kommune, nachhaltiges Wassermanagement oder Migration und Integration.

Ein "Markt der Möglichkeiten" wird die Besucher mit typisch griechischen Produkten empfangen. Dazu präsentieren sich Akteure der DGV wie Stiftungen, Netzwerke oder Institutionen.

Donnerstag, 17. Oktober 2013

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