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Lebensmittel

EU-weite Kontrollen bei Pferdefleisch

Pferdefleisch, gefunden in Lasagne, die im deutschen Handel angeboten wird - laut Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner ein "krasser" Fall von Verbrauchertäuschung. Ab sofort wird es EU-weite Kontrollen geben.

"Man könnte fast sagen: es ist eine echte Sauerei", so Aigner. Gesundheitliche Risiken bestünden nach derzeitigem Kenntnisstand jedoch nicht. Aigner begrüßte den EU-Vorschlag, ab sofort europaweit verarbeitetes Rindfleisch mit Gen-Tests zu kontrollieren.

Aigner: Müssen alles tun, um Verbraucher zu schützen

Die EU-Kommission hat in Brüssel die Eckpunkte eines gemeinsamen Aktionsplans vorgestellt. Dabei sollen Kontrollen von verarbeiteten Lebensmitteln sowie auch direkt von Pferdefleisch durchgeführt werden. Die Testphase soll ab sofort beginnen. Untersucht werden sollen Waren aus EU-Staaten, aber auch Importwaren. Neben möglicher Falschdeklaration sollen die Tests auch Rückstände von Tierarzneimitteln in den Fokus nehmen.

Im Vorfeld hatte die Ministerin ein konzertiertes Kontrollprogramm für alle 27 Mitgliedstaaten gefordert. "Nur mit flächendeckenden Tests und einem europaweit einheitlichen Vorgehen werden wir das tatsächliche Ausmaß dieses Falls erfassen können", so Aigner. "Wir müssen alles tun, um die Verbraucher zu schützen und diesen Betrugsfall aufzuklären. Deutschland wird die geplanten Untersuchungen nach Kräften unterstützen."

Analysen in Deutschland bereits begonnen

Die Supermarktketten Real, Edeka und Kaiser´s Tengelmann hatten Tiefkühl-Lasagnen zurückgerufen, nachdem bei Stichproben Anteile von Pferdefleisch gefunden wurden. Auch andere Unternehmen überprüfen verdächtige Produkte.

Das Bundesverbraucherministerium, Lebensmittelbehörden der Länder, die zuständigen Behörden der EU und der Mitgliedstaaten stehen dazu in ständigem Austausch. Die deutschen Kontrollbehörden und die Unternehmen haben bereits vor Tagen mit ihren Analysen begonnen.

Mittlerweile festigt sich der Verdacht, dass bei der Falschdeklaration der betroffenen Lebensmittel mit krimineller Energie vorgegangen wurde. Damit ist dieser Skandal nicht nur ein Fall für die Lebensmittelbehörden, sondern auch ein Fall für Polizei und Justiz.

Verbraucher können sich bei Fragen an die Verbraucherlotsen des Bundesverbraucherministeriums wenden. Unter der Telefonnummer 0228 - 24 25 26 27 (Montag bis Donnerstag, 8:00 bis 18:00 Uhr) oder per E-Mail unter info@verbraucherlotse.de.

Freitag, 15. Februar 2013

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