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Berufsbildung

Informationsoffensive "Berufliche Bildung - Praktisch unschlagbar" gestartet

Der Ausbildungsmarkt ist zu einem Bewerbermarkt geworden. Betriebe können ihren Fachkräftebedarf in den eigenen Betrieben immer schlechter decken. Angesichts der wachsenden  Fachkräfte-Lücke verstärken Bundesregierung und Wirtschaft deshalb ihre Bemühungen, junge Menschen für eine duale Ausbildung zu gewinnen. 

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie sowie das Bundesministerium für Bildung und Forschung stellten die Informationsoffenoffensive "Berufliche Bildung – Praktisch unschlagbar" vor. Ziel der Kampagne ist es, Jugendlichen, Schulen, Eltern, Arbeitnehmern und Arbeitgebern, aber auch Studierenden die hohe Attraktivität der dualen Ausbildung deutlich zu machen.

Mehr junge Menschen für Berufsausbildung gewinnen

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler erklärte: "Nur mit ausreichenden und qualifizierten Fachkräften kann unsere Wirtschaft wettbewerbsfähig bleiben. Das erfordert die Sicherung des Fachkräftebedarfs." Die Informationskampagne könne dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Sie unterstreiche die Bedeutung der dualen Berufsausbildung für die Fachkräftesicherung.

Im Rahmen der Informationsoffensive "Berufliche Bildung – Praktisch unschlagbar" sind eine bundesweite Plakat- und Anzeigenwerbung, Publikationen und Fachveranstaltungen zur beruflichen Bildung sowie die gezielte Nutzung sozialer Medien vorgesehen. Darüber hinaus werden Infomobile durch Deutschland fahren, um Interessierten direkt vor Ort Antworten auf ihre Fragen zum Thema berufliche Aus- und Weiterbildung zu geben. Die Informationsoffensive läuft bis 2013. Einen Höhepunkt wird die für den Sommer 2013 geplante und vom BMBF geförderte Berufsweltmeisterschaft "WorldSkills" in Leipzig darstellen. BMWi und BMBF fördern die Kampagne mit neun Millionen Euro.

Die Staatssekretärin im BMBF, Cornelia Quennet-Thielen, sieht in der weltweit anerkannten dualen Ausbildung einen Standortvorteil Deutschlands. Dies zeige sich an der geringen Jugendarbeitslosigkeit von 9 Prozent. Im EU-Durchschnitt liege diese bei 20, in Spanien sogar bei 46 Prozent.

Mit der Info-Kampagne sollen gezielt leistungsstarke junge Menschen angesprochen werden. Für 20 Prozent der Abiturienten ist eine Berufsausbildung bereits eine Alternative zu überfüllten Hörsälen.

Gute Karrierechancen durch berufliche Bildung

Isabella Anczok, Gestalterin für visuelles Marketing, gehört zu denen, die nach dem Fachabitur eine Ausbildung gemacht haben. "Eine Ausbildung ist ideal, um sich auszuprobieren. Man hat immer einen Ansprechpartner, der einen unterstützt und der bei Fragen weiter hilft." 2010 wurde Anczok als bundesweit beste Auszubildende im Bereich Gestalter/-in für visuelles Marketing ausgezeichnet. Heute arbeitet sie im Expansionsteam von Ikea und ist dafür zuständig, neu erbaute Möbelhäuser in ganz Deutschland einzurichten. Sie kann sich gut vorstellen, sich eines Tages selbstständig zu machen.

Bundesregierung für Gleichwertigkeit beruflicher und gymnasialer Bildung

Rösler und Quennet-Thielen sind sich darin einig, dass die deutsche duale Ausbildung manchen Studiengängen in Europa und international entspricht. Rösler will deshalb bei der Kultusministerkonferenz dafür werben, dass die Bewertung dualer beruflicher Bildung und des deutschen Abiturs im deutschen Qualifikationsrahmen gleich ausfallen.

Dienstag, 8. November 2011

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