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Kultusministerkonferenz

Integration durch Bildung

Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ständige Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland (KMK) sind sich darin einig, dass Bildung Voraussetzung für gelungene Integration ist. Auch die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse trägt dazu bei.

Schülerinnen der Oppenheim-Schule Sprache ist Schlüssel zur Integration Foto: Sebastian Bolesch

Schlüssel zur Integration: die deutsche Sprache

16 Millionen Menschen in unserem Land haben einen Migrationshintergrund. Die Kanzlerin und die KMK bezeichneten bei ihrem ersten Treffen das Erlernen der deutschen Sprache als Schlüssel für Integration und Bildung. Über den Bildungserfolg eines Menschen wird meist schon im Kindergartenalter entschieden. Deshalb investiert der Bund von 2011 bis 2014 rund 400 Millionen Fördermittel in 4.000 „Schwerpunkt-Kitas Sprache und Integration“.

Die Mittel, eingesetzt vor allem in sozialen Brennpunkten, ermöglichen täglich bis zu drei Stunden Sprachförderung in jeder beteiligten Einrichtung. „Dort werden Kinder mit Migrationshintergrund oder aus bildungsfernen Familien nachhaltig beim Erlernen der deutschen Sprache unterstützt“, sagte Merkel.

Übergang von der Schule in die berufliche Ausbildung

60.000 junge Menschen haben bislang jährlich die Schule ohne Abschluss verlassen. Mit 13,8 Prozent ist der Anteil der Jugendlichen mit Migrationshintergrund doppelt so hoch wie bei deutschen Schülerinnen und Schülern (5,7 Prozent). Das soll sich ändern.

Im Rahmen der Initiative „Bildungsketten“ unterstützen 1.000 zusätzliche Berufseinstiegsbegleiter und 1.000 ehrenamtliche Bildungslotsen förderungsbedürftige Schüler. Sie helfen bei der Berufsorientierung, auf dem Weg zum Schulabschluss und beim Ausbildungsbeginn.

64,3 Prozent aller deutschen Jugendlichen beginnen eine Ausbildung, aber nur 33,5 Prozent der Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund. Zusammen mit ihren Partnern im Nationalen Pakt für Ausbildung unterstützen Bundesregierung und KMK die Förderung Jugendlicher mit besonderen Schwierigkeiten. Die Wirtschaft stellt jährlich 30.000 Plätze zur Einstiegsqualifikation in den Betrieben bereit. Rund 70 Prozent der Jugendlichen finden im Anschluss einen Ausbildungsplatz. Davon profitieren auch Jugendliche mit Migrationshintergrund.

Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse

Die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse ist für die Bundeskanzlerin eine zentrale Maßnahme zur Integration. Gleichzeitig trägt sie zur Sicherung des Fachkräftebedarfs bei. Das Anerkennungsgesetz tritt zum 1. April in Kraft. Für die Umsetzung in Landesrecht hat die KMK ein Mustergesetz vorgelegt.

„Der nächste Schritt wird die Gestaltung eines transparenten und unbürokratischen Anerkennungsverfahrens sein“, sagte Merkel.

Bund und Länder vereinbaren Integrationsziele

Auf dem 5. Integrationsgipfel im Januar hatten sich Bund und Länder zu ihrer gemeinsamen Verantwortung beim Thema Integration bekannt. Mit dem Nationalen Aktionsplan Integration haben sie erstmals gemeinsame Integrationsziele vereinbart. Dazu gehören zum Beispiel die individuelle Förderung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen und mehr Migranten im öffentlichen Dienst.

„Ziel unserer Integrationspolitik ist die gleiche Teilhabe aller hier lebenden Menschen. Bund, Länder, Kommunen, Vereine, Verbände und Migranten-Organisationen- sie alle tragen dazu bei“, sagte Staatsministerin Maria Böhmer.

Donnerstag, 8. März 2012

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Frühe Chancen für Sprache und Integration

Abschluss schaffen, Anschluss finden

Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen

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