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Kernkraft: die notwendige Brückentechnologie

Ein Baustein des Energiekonzepts ist die Verlängerung der Laufzeiten der Kernkraftwerke. Das sichert einen zuverlässigen und bezahlbaren Energiemix, bis der vollständige Umstieg auf erneuerbare Energien gelingt. Zugleich kommen Anteile der zusätzlichen Gewinne aus der längeren Betriebsdauer der Forschung rund um die regenerativen Energien und die Energieeffizienz zugute.

Kernkraft ist erst einmal nicht verzichtbar: Neben der sicheren Versorgung mit Strom ist es nötig, steigenden Energiepreisen entgegenzuwirken. Außerdem muss Deutschland unabhängiger von Energieimporten werden. Gleichermaßen geht es darum, den Herausforderungen der Klimawandels zu begegnen. Kernenergie ist so gut wie CO2-neutral.

Längere Laufzeiten, mehr Sicherheit

Die Bundesregierung hat daher beschlossen, die Laufzeiten der deutschen Kernkraftwerke um durchschnittlich zwölf Jahre zu verlängern. Bei Kernkraftwerken, die bis einschließlich 1980 in Betrieb genommen wurden, wird die Laufzeit um acht Jahre verlängert, bei den jüngeren um 14 Jahre.

Auf diese Weise kann auch der notwendige Ausbau von Infrastruktur, Netzen und Speichertechnologien vorangetrieben werden, ohne den der großflächige Einsatz von erneuerbaren Energien nicht möglich ist. Der 2000 beschlossene Ausstieg hatte für die Umstellung unserer Energie-Infrastruktur zu wenig Zeit gelassen.

Sicherheit steht bei Kernkraft an erster Stelle. Zeitgleich mit der Laufzeitverlängerung hat die Bundesregierung deswegen die gesetzlichen Anforderungen an die Kraftwerksbetreiber nochmals erhöht: Die Betreiber von KKW-Anlagen sind künftig zur weiteren Vorsorge gegen Risiken auf dem fortschreitenden Stand von Wissenschaft und Technik verpflichtet.

In erneuerbare Energien investieren

Ebenso leisten die Kraftwerksbetreiber einen Beitrag, um den Ausbau der erneuerbaren Energien voranzutreiben. Neben der bis Ende 2016 befristeten Kernbrennstoffsteuer wurde eine vertragliche Vereinbarung mit den Kraftwerksbetreibern über die Abschöpfung der Zusatzgewinne aus der Laufzeitverlängerung getroffen. Die hierdurch erzielten Mehrerlöse kommen auch dem Ausbau der erneuerbaren Energien zu Gute.

Die Kernenergie leistet somit im doppelten Sinne einen Beitrag zu einer zukunftssicheren Energieversorgung: Auf der einen Seite als Brückentechnologie, um die Voraussetzungen für den großflächigen Einsatz erneuerbarer Energien zu schaffen. Auf der anderen Seite leistet sie einen aktiven Beitrag dazu, deren Ausbau weiter zu forcieren und zu beschleunigen. 

Kernenergie und erneuerbare Energien sind daher kein Widerspruch. Sie sind zwei Seiten einer Medaille. Nur durch eine begrenzte Verlängerung der Kernenergie kann die mittelfristige Energieversorgung auf ein solides Fundament gestellt und das Zeitalter der erneuerbaren Energien eingeleitet werden.

Dienstag, 28. September 2010

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