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Umweltschutz

Kohlendioxid speichern

Um den Ausstoß von Treibhausgasen zu verringern soll Kohlendioxid gespeichert werden (CCS-Technologie). Auch in Deutschland soll die Speicherung in Gesteinsschichten erprobt werden.

Ein Mitarbeiter überwacht die Befüllung eines Lkw-Tanklastzuges mit Kohlendioxid. CCS-Technik erproben für saubere Energie Foto: picture-alliance/dpa

Sowohl Kraftwerke als auch energieintensive Unternehmen stoßen Kohlendioxid aus. Um die Umwelt zu entlasten und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten, werden neue Technologien zur unterirdischen Speicherung des Kohlendioxid erforscht.

Das CCS-Gesetz (Carbon Capture and Storage) schafft die rechtlichen Voraussetzungen dafür. Es regelt z.B. die Errichtung, den Betrieb, Stilllegung und Nachsorge des Kohlendioxidspeichers. Das „Gesetz zur Demonstration und Anwendung von Technologien zur Abscheidung, zum Transport und zur dauerhaften Speicherung von Kohlendioxid“ ist am 24. August 2012 in Kraft getreten.

Der Entwicklungsstand der Technologien soll 2017 umfassend evaluiert wird. Jährlich dürfen nicht mehr als 1,3 Millionen Tonnen Kohlendioxid unter der Erde eingelagert werden. Die Höchstspeichermenge in Deutschland beträgt insgesamt 4 Millionen Tonnen.

Die CCS-Technik soll verhindern, dass Kohlendioxid in die Atmosphäre gelangt und dort zur Klimaerwärmung beiträgt. Die Erprobung der CCS-Technologie ist Bestandteil des Energiekonzeptes der Bundesregierung. 

Eine zusätzliche Klimaschutzoption

Das Verfahren würde nach erfolgreicher Erprobung die Möglichkeit eröffnen, beispielsweise Kohle auch in Zukunft zur Energiegewinnung zu nutzen. Wenn Kohlendioxid bei der Kohleverstromung nicht abgeschieden wird, ist Kohle einer der klimaschädlichsten Energieträger.

Hocheffiziente und klimafreundliche Kohlekraftwerke könnten aber eine sinnvolle Ergänzung zu den schwankenden erneuerbaren Energien wie Sonne und Wind sein. Das gilt vor allem, wenn perspektivisch immer weniger Kernenergie genutzt werden soll.

Noch nicht großtechnisch anwendbar

Die Technik wird in vielen Industrieländern getestet. Sie befindet sich noch in der Erprobung. Denn wichtig ist die langfristige Sicherheit bei der Speicherung.

Kohlendioxid ist schwerer als Luft. Wenn es aus den unterirdischen Speichern entweichen würde, könnte es unter bestimmten Umständen in hoch konzentrierter Form in Bodennähe auftreten. Das wäre gefährlich für Mensch und Umwelt. Deswegen muss zunächst getestet werden, ob es Gesteinsformationen gibt, die sich als sichere Langzeitlager für das Gas eignen.

Für eine solche Erprobung hat die Bundesregierung die gesetzliche Grundlage geschaffen. Zentraler Maßstab für die Zulassung eines Demonstrationsspeichers ist der Nachweis der Langzeitsicherheit. 

Das Kohlendioxid-Speicherungsgesetz regelt:

  • die Untersuchung des Untergrundes auf seine Eignung zur dauerhaften Speicherung,
  • die Errichtung und den Betrieb des Kohlendioxidspeichers,
  • die Stilllegung und die Nachsorge des Kohlendioxidspeichers,
  • die Übertragung auf die öffentliche Hand nach Ablauf einer 30jährigen Frist.

Inwieweit CCS eines Tages tatsächlich kommerziell und großtechnisch zur Anwendung kommen kann, hängt vom Erfolg der Demonstrationsprojekte ab.

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