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Medizinische Versorgung

Mehr Zuschuss für Notdienste

Wer nachts an Magenkrämpfen oder Migräne leidet, ist froh, wenn er Medikamente in einer nahen Apotheke bekommt. Die Apotheken erhalten in Zukunft für Notdienste zwischen 20 Uhr und 6 Uhr mehr Geld. Denn gerade in ländlichen Regionen müssen immer weniger Apotheken mehr Notdienste leisten.

Das Apotheken-Logo an der Schaufensterscheibe einer Apotheke Apothekennotdienst verbessert Foto: picture-alliance/ZB

Apotheken gewährleisten, dass Arzneimittel auch nachts und am Wochenende wohnortnah zu bekommen sind. Bisher erhalten sie einen Zuschlag, wenn der Notdienst in Anspruch genommen wird.

Zukünftig sollen die Apotheken unabhängig davon, ob oder wie häufig sie im Notdienst zwischen 20 Uhr und 6 Uhr Arzneimittel abgeben, eine Grundpauschale erhalten. Näheres regelt das "Gesetz zur Förderung der Sicherstellung des Notdienstes von Apotheken".

Pauschale für den Notdienst

Auch in strukturschwachen Regionen sollen die Menschen flächendeckend medizinisch gut versorgt sein. Im Vergleich zu Städten werden Notdienste auf dem Land weniger in Anspruch genommen. Sie fallen aber häufiger an, weil es weniger Apotheken gibt.

Um hier einen Ausgleich zu schaffen, wird der Festzuschlag für verschreibungspflichtige Fertigarzneimittel um 16 Cent je Packung erhöht. Die Apotheken führen diesen Betrag vollständig an einen Fonds ab. Dieser wird vom Deutschen Apothekerverband errichtet und verwaltet.

Die Pauschale für den Notdienst wird aus diesem Fonds gezahlt. Die gesetzliche Krankenversicherung zahlt wie sonst auch üblich den Preis des Arzneimittels abzüglich der Zuzahlung des Versicherten.

Das Kabinett stimmte dem Gesetz am 20. März und der Bundestag am 7. Juni zu. Es hat am 5. Juli 2013 den Bundesrat passiert und ist am 1. August 2013 in Kraft getreten.

Donnerstag, 1. August 2013

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