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Energie

Moderne Kraftwerke schlagen Brücke ins regenerative Zeitalter

Der Bundesrat hat die Novelle des KWK-Gesetzes abschließend gebilligt. Damit werden neue, hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen stärker gefördert. Denn auch sie tragen zur Energiewende und zur zuverlässigen und bezahlbaren Energieversorgung bei.

Familie mit ihrem Mini-Heizkraftwerk, dasgleichzeitig Strom, Heizwärme und Warmwassererzeugen kann. Durch diese Kopplung von Strom- und Wärmeerzeugung (Kraft-Wärme-Kopplung) sparen Minikraftwerke Energie Mini-Blockheizkraftwerk Foto: SenerTec

Das Gesetz sieht eine bessere Förderung von Neuanlagen vor, die ab 2013 den Betrieb aufnehmen. Ebenso sollen bestehende Kraftwerke leichter nachgerüstet und modernisiert werden können. Zudem werden Wärmespeicher mit Zuschlägen von bis zu 30 Prozent der Investitionskosten gefördert. Diese ermöglichen es, Anlagen der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) zeitweise stärker stromgeführt zu betreiben. Das wiederum gleicht die unregelmäßig anfallende Einspeisung von Strom aus den erneuerbaren Energien aus.

Darüber hinaus werden Maßnahmen zur KWK-Nachrüstung von konventionellen Kraftwerken und entsprechenden Industrieanlagen förderfähig. Durch eine solche Nachrüstung wird die Effizienz dieser Anlagen erheblich gesteigert.

KWK-Anlagen helfen, Energie zu sparen: Sie erzeugen Strom und Nutzwärme gleichzeitig in einem Prozess. Dadurch ist der Brennstoff viel effizienter nutzbar, als bei der herkömmlichen Produktion in getrennten Anlagen. Weil weniger Brennstoff verbraucht wird, wird auch weniger klimaschädliches Kohlendioxid ausgestoßen. Der KWK-Anteil an der Stromerzeugung beträgt in Deutschland derzeit 15 Prozent. Ziel ist ein Anteil von 25 Prozent. KWK-Anlagen werden durch Zuschläge auf den Strompreis gefördert. Eine Deckelung begrenzt dabei die Belastung der Verbraucher. Die Förderung ist gesetzlich auf unverändert 750 Millionen Euro beschränkt.

Wichtig für die Energiewende

Die konventionelle Stromerzeugung bleibt mittelfristig im deutschen Energiemix unverzichtbar. Denn die Energiewende und eine zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung sind kein Gegensatzpaar. Sie gehören zusammen.

Die KWK leistet insgesamt einen wichtigen Beitrag zur effizienten Nutzung von Ressourcen und damit zum Klimaschutz. Die optimierte Förderung setzt somit einen wichtigen Impuls für einen beschleunigten Ausbau der sparsameren Technologie.

Förderung von Mini-Blockheizkraftwerken

Aber auch Eigentümer, Mieter oder Pächter von Bestandsbauten können von der Förderung profitieren. Denn: seit dem 1. April 2012 unterstützt die Bundesregierung finanziell wieder die Anschaffung von Mini-KWK-Anlagen. Neue Mini-Blockheizkraftwerke bis 20 Kilowatt (kW) können laut Förderprogramm einen einmaligen Investitionszuschuss erhalten, gestaffelt nach der elektrischen Leistung der Anlagen. So erhalten beispielsweise sehr kleine, für Ein- und Zweifamilienhäuser besonders geeignete, Geräte mit einer Leistung von 1 kW 1.500 Euro, große Anlagen mit 19 kW hingegen 3.450 Euro. Förderanträge nimmt das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAfA) seit 1. April 2012 entgegen.

Freitag, 15. Juni 2012

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