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Kulturstaatsminister

Mittwoch, 22. Juni 2011

Pressemitteilung:
223
Ausgabejahr:
2011

Nominierungen für "BKM-Preis Kulturelle Bildung 2011"

Kulturstaatsminister Bernd Neumann hat heute die Nominierungen für den „BKM-Preis Kulturelle Bildung 2011“ bekannt gegeben. Welches der zehn nominierten Projekte den Preis erhält, wird er bei der Preisverleihung am 13. September 2011 in der Stiftung Genshagen verkünden.

Mit dem „BKM-Preis Kulturelle Bildung“ honoriert der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) seit 2009 jährlich hervorragende Projekte der künstlerisch-kulturellen Vermittlung. Die Auszeichnung würdigt auch Initiativen des bürgerschaftlichen Engagements. Sowohl die kulturellen Einrichtungen selbst als auch ihre Zuwendungsgeber, Kooperationspartner und potenziellen Nutzer sollen durch den Preis ermutigt werden, der kreativen Vermittlung von Kunst ihre volle Aufmerksamkeit zu widmen. Der Preis ist mit insgesamt 60.000 Euro dotiert. In der Regel werden drei Preise verliehen.

Zu den zehn bemerkenswertesten Projekten des Jahres 2011 gehören (in alphabetischer Reihenfolge):

  • „Der unbekannte Krieg“ der Landesmusikjugend Rheinland-Pfalz, in dem über 250 Menschen jedes Alters mitwirkten, um sich mit Ursachen, Verlauf und Folgen des Zweiten Weltkriegs künstlerisch auseinanderzusetzen.
  • „Die Kleist-WG“ des Kleist-Gedenk- und Forschungsstätte e.V., in dem sich Schülerinnen und Schüler über ein Schuljahr hinweg künstlerisch mit Heinrich von Kleist, seiner Biografie, seinem Werk und seinem Ruhm auseinandergesetzt haben.
  • „Es geht um Dein Leben“, eine Telenovela des Offenen Kanals Magdeburg, in deren Mittelpunkt Jugendliche aus Magdeburg stehen, die sich an der Produktion aktiv beteiligt haben.
  • „Haslach 2010“ des Theaters Freiburg, eine künstlerisch-soziologische Erkundung des Freiburger Stadtteils Haslach.
  • „Heimat unter Erde - memleket topragin altinda“ des Schauspiels Dortmund, eine dokumentarisch-literarische Recherche mit „Gastarbeitern“ der 60/70er Jahre, deutschen Kumpeln jener Zeit und Jugendlichen von heute.
  • „Horch, es brennt“ der Theater und Orchester GmbH Neubrandenburg / Neustrelitz, eine seit 2005 kontinuierlich aufgebaute Angebotsreihe der Theater und Orchester GmbH Neustrelitz zur Auseinandersetzung mit dem Rechtsextremismus in Mecklenburg-Vorpommern.
  • „Ich sehe was, was du nicht siehst“, ein generationsübergreifendes Kunstprojekt zum Thema demografischer Wandel der Kunsthalle Emden, in dessen Verlauf ein intensiver, künstlerisch vermittelter Austausch über unterschiedliche Lebenswelten, Erfahrungen und Utopien stattfand.
  • „Mutwerk. Ein Theaterprojekt über Zivilcourage“ des Theaters Erlangen, das sich gemeinsam mit der evangelisch-reformierten Kirchengemeinde, dem Seniorenbeirat, der Polizei, der Uni und vielen anderen regionalen Akteuren dem Thema "Zivilcourage" auf theatralische Weise näherte.
  • „Paradies 2“ der IBA Fürst-Pückler-Land GmbH, ein Kunstprojekt im Rahmen des Abschlussjahres der IBA, bei dem 7.000 aktive Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie 10.000 Besucher mitwirkten.
  • „Zukunftsmusik“ der Musik der Jahrhunderte Stuttgart e.V. / Netzwerk Süd, in dem sich 12 Komponisten als „composer in residence“ mit dem konkreten Lebensumfeld in den teilnehmenden Städten auseinandergesetzt und mit den örtlichen Musikvereinen zusammengearbeitet haben.

Das Auswahlverfahren für den „BKM-Preis Kulturelle Bildung“ ist zweistufig: Zunächst sondieren über 50 Vorschlagsberechtigte geeignete Projekte. Zu den Vorschlagsberechtigten gehören rund 50 Einrichtungen und Organisationen aus allen Sparten der Kultur, darunter Stiftungen, Dachverbände und gemeinnützige Vereine. Anschließend reichen die Vorschlagsberechtigten jeweils bis zu drei Vorschläge für den „BKM-Preis Kulturelle Bildung“ beim Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien ein. Daraufhin prüft eine Fachjury diese Vorschläge, nominiert zehn überzeugende Projekte und empfiehlt dem Kulturstaatsminister drei Projekte für die Auszeichnung mit dem „BKM-Preis Kulturelle Bildung“. Die endgültige Entscheidung über die Vergabe des Preises liegt beim Kulturstaatsminister.

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