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Entwicklungszusammenarbeit

Preis für vorbildliches Engagement

Der Walter-Scheel-Preis würdigt Personen und Organisationen, die sich mit ihrem Engagement um die deutsche Entwicklungspolitik verdient gemacht haben. Die Preisträger mobilisierten mehr Menschen für Entwicklungszusammenarbeit, so Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel.

Die Solarkiosk GmbH hat einen energieautonomen Kiosk entwickelt, der den Menschen in netzfernen ländlichen Gebieten Zugang zu Elektrizität bietet. Strom auch in den ländlichen Gebieten - am Solarkiosk Foto: Solarkiosk GmbH

Das Bundesentwicklungsministerium hat die Auszeichnung zum zweiten Mal verliehen. Niebel ehrte die Preisträger für ihr "vorbildliches Engagement". Er hofft, "dass der Preis noch mehr Menschen anregt, einen Beitrag für das gelingende Zusammenleben weltweit zu leisten".

Dem Minister ist es ein besonderes Anliegen, die Entwicklungszusammenarbeit in der Mitte der Gesellschaft zu verankern.

Der Walter-Scheel-Preis ist ein undotierte Preis. Er wird alle zwei Jahre verliehen. Die Auszeichnung ehrt gleichzeitig auch Walter Scheel, der das 1961 neu geschaffene Bundesressort BMZ als Gründungsminister formte und etablierte.

Kategorie "Person des öffentlichen Lebens"

Für sein Engagement bei der Naturschutzorganisation World Wide Fund for Nature (WWF) wurde der Tierfilmer, Moderator und Journalist Dirk Steffens ausgezeichnet. Steffens ist seit Jahren für seine Natur- und Wissenschaftsdokumentationen sowie Reportagen wie "Terra X", "Die Supertiere", "Faszination Erde"und "Die Macht der Elemente" bekannt.

Kategorie: Nichtregierungsorganisationen

Für sein Engagement und die Förderung von Bildungsmöglichkeiten vom Kindergarten bis zur Hochschulreife in Afghanistan wurde der Verein "Afghanistan Schulen" geehrt.

Schulkinderin der Sayef - Shaheed Schule in Faisabad Bild vergrößern Bildung ist Menschenrecht Foto: Bundeswehr / Martin Stollberg

Die gemeinnützige Nichtregierungsorganisation will afghanischen Jungen und Mädchen den Zugang zu Bildung ermöglichen. Die Organisation arbeitet eng mit den Menschen vor Ort zusammen. Ihre Arbeit steht unter dem Leitmotiv "Hilfe zur Selbsthilfe".

Unternehmerpreis der Carl Duisberg Gesellschaft

Erstmalig wird in diesem Jahr der Walter-Scheel-Preis gemeinsam mit dem Unternehmerpreis der Carl-Duisberg-Gesellschaft (CDG) verliehen. Beide Preise stehen unter dem Titel "Preis für Engagement in der Entwicklungszusammenarbeit". Mit ihnen wird das besondere zivilgesellschaftliche und privatwirtschaftliche Engagement gewürdigt.

Die beiden - für sich eigenständigen - Preise sollen künftig alle zwei Jahre gemeinsam vergeben werden. In den Kategorien "Wirtschaft für Entwicklung" und "Innovation für Entwicklung" werden wirtschaftlich erfolgreiche Unternehmensaktivitäten ausgezeichnet. Das Ziel: Die Situation der Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern nachhaltig zu verbessern.

Die Carl Duisberg Gesellschaft ist eine Initiative der Privatwirtschaft. Seit 1949 unterstützt sie die fachliche und persönliche Entwicklung von Fach- und Führungskräften mit internationaler entwicklungspolitischer Ausrichtung.

Kategorie: Wirtschaft für Entwicklung

Die "WAB Trading International GmbH" wurde in der Kategorie "Wirtschaft und Entwicklung" ausgezeichnet. Sie arbeitet seit 2008 mit rund 3.000 Kleinbauern in Bangladesch zusammen, um Bio-Garnelen zu produzieren. Die Bauern selbst profitieren nicht nur vom direkten Zugang zum Weltmarkt. Indem sie auf den Einsatz von Chemikalien verzichten, sparen sie auch Geld.

Gleichzeitig ist die Nachfrage nach den Garnelen hoch. Das kommt nicht nur den Familien vor Ort zugute, die sich dauerhaft auf ein sicheres Einkommen verlassen und ihren Kindern eine Ausbildung finanzieren können. Auch die Umwelt profitiert, da sie durch die nachhaltige und ressourcenschonende Produktion weniger belastet wird.

Kategorie: Innovation für Entwicklung

Die "Solarkiosk GmbH" hat einen energieautonomen Kiosk entwickelt, der eine Ortschaft auch in entlegenen Gegenden mit ausreichend Strom versorgen kann. Solarkiosk betreibt bereits rund ein Dutzend Prototypen in Äthiopien und Kenia, von denen etwa 1.500 Haushalte mit schätzungsweise 7.500 Menschen profitieren.

Der Laudator Holger Lösch vom Bundesverband der Industrie (BDI) sagte, die Preisträger sendeten ein ermutigendes Signal an die deutsche Wirtschaft: Es lohnt, sich mit innovativen Ideen, Projekten und Produkten in Schwellen- und Entwicklungsländern zu engagieren.

Der CDG-Unternehmerpreis wird von der Carl Duisberg Gesellschaft (CDG) in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) vergeben. In der Kategorie "Wirtschaft für Entwicklung" ist der CDG-Unternehmerpreis mit 35.000 Euro dotiert, in der Kategorie "Innovation für Entwicklung" mit 25.000 Euro. Die Preisträger verpflichten sich, das Preisgeld zweckgebunden für das weitere Engagement des Unternehmens zugunsten der Bevölkerung vor Ort einzusetzen.

Freitag, 7. Juni 2013

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