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Reaktorsicherheit und Ethik: Zwei Kommissionen begleiten ins Zeitalter der erneuerbaren Energien

Angesichts der Katastrophe in Japan hat die Bundesregierung entschieden, die deutschen Kernkraftwerke neu auf ihre Sicherheit zu überprüfen. Gleichzeitig ist zu prüfen, wie Deutschland schnellstmöglich und sicher ins Zeitalter der erneuerbaren Energien gelangen kann.

Nach Gesprächen mit den zuständigen Fachministern und mit den Ministerpräsidenten der Länder hat Bundeskanzlerin Angela Merkel die Überprüfung der Sicherheit der deutschen Kernkraftwerke eingeleitet. Sie unterstrich dabei am 22. März: "Jetzt werden nicht alle alten Fragen noch einmal gestellt, die mit Blick auf die Sicherheit sowieso schon gestellt wurden. Jetzt wird gezielt an neuen Fragen gearbeitet." 

Die Überprüfung der technischen Sicherheit übernimmt die Reaktorsicherheitskommission. Sie berät die Bundesregierung in Angelegenheiten der Sicherheit der Kernkraftwerke und damit im Zusammenhang stehender Fragen der Sicherung kerntechnischer Anlagen und der Entsorgung radioaktiver Abfälle. Als zusätzliches Beratungsgremium hat die Bundeskanzlerin die Ethikkommission Sichere Energieversorgung einberufen.

Ethikkommission Sichere Energieversorgung

Bei der Überprüfung der Kernkraftwerke wird es vorrangig um technische Fragen gehen. Doch um die zukünftige Energieversorgung auf eine breite gesellschaftliche Grundlage zu stellen, sind auch ethische und soziale Fragen zu bedenken.

Die Ethikkommission hat die Aufgabe, die Risiken zu bewerten und einzuordnen. Neben der Sicherheit der Kernenergie muss sie die Fragen beantworten: Wie lässt sich der Ausstieg aus der der Kernenergie vollziehen, und wie gestalten wir den Übergang in das Zeitalter der erneuerbaren Energien? Und das , ohne neue Risiken einzugehen?

Den Vorsitz der neuen Kommission führen Professor Klaus Töpfer und Professor Matthias Kleiner. Töpfer ist weltweit für seine Vorreiterrolle in der deutschen und internationalen Umweltpolitik anerkannt. Er ist Gründungsdirektor des Instituts für Klimawandel, Erdsystem und Nachhaltigkeit in Potsdam. Kleiner ist Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Außerdem werden in der Kommission weitere Persönlichkeiten aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Kirchen, Wirtschaft und Gewerkschaften mitarbeiten.

Am 4. April kommt die Kommission zum ersten Mal in Berlin zusammen.

Dienstag, 29. März 2011

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