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Deutsche Auslandsschulen

Sicher planen, besser lernen

Im Ausland wohnen und trotzdem eine deutsche Schule besuchen? Für deutsche und ausländische Kinder und Jugendliche in 71 Ländern ist das Normalität. Der Bundestag hat jetzt beschlossen, diese Schulen finanziell besser abzusichern und damit zukunftssicher zu machen - "ein historischer Moment", so Staatsministerin Cornelia Pieper.

Von Madrid bis Moskau, von Rio de Janeiro bis Addis Abeba – an vielen Orten in der Welt gibt es Deutsche Auslandsschulen. Die Nachfrage nach deutschen Bildungsangeboten im Ausland ist groß. Und sie wächst weiter.

Mehr Planungssicherheit

Der Deutsche Bundestag hat das Gesetz über die Förderung Deutscher Auslandsschulen am 13. Juni 2013 verabschiedet. Cornelia Pieper, Staatsministerin im Auswärtigen Amt, hatte das Gesetz initiiert und begrüßte diese Entscheidung des Parlaments: "Das ist ein historischer Moment für die Deutschen Auslandsschulen." Damit werde deren erfolgreiche Arbeit anerkannt. Sie seien "Leuchttürme des deutschen Bildungssystems und Grundpfeiler für eine werteorientierte Außenpolitik".

Bisher wurden die Auslandsschulen durch Zuwendungen gefördert, über die jedes Jahr neu entschieden wurde. Das wird sich jetzt ändern. Die Förderung der Deutschen Auslandsschulen wird zukunftssicher und ihrer Bedeutung entsprechend gestaltet.

Schulen, deren Betrieb das nötige Maß an Stabilität, Kontinuität und Qualität erreicht haben, werden künftig auf der Basis eines gesetzlichen Anspruchs gefördert - und nicht mehr in Form einer freiwilligen Leistung des Bundes. Dadurch haben sie größere Planungssicherheit.

Für Schulen, die die nötigen Kriterien noch nicht erfüllen, ist weiter eine freiwillige Förderung möglich. Dadurch wird ein Anreiz für weitere nachhaltige Arbeit an den Deutschen Auslandsschulen geschaffen.

Ein Stück Deutschland im Ausland

Die Schulen vermitteln im Ausland ein positives Bild von Deutschland. Sie sind Orte der Begegnung, des gemeinsamen Lernens und des interkulturellen Austauschs zwischen Deutschland und dem Gastland.

Für deutsche Unternehmen mit ausländischen Standorten sind die Auslandsschulen von besonderer Bedeutung. Sie geben den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit Familie Sicherheit. Der Unterricht in deutscher Sprache erleichtert den Kindern den Einstieg erheblich. Ihre schulischen Leistungen werden in der Heimat anerkannt. Dadurch tragen die Deutschen Auslandschulen zu mehr Mobilität und zur Vernetzung Deutschlands mit dem Ausland bei.

Doch nicht nur Deutsche besuchen die Auslandsschulen. Auch Kinder des Gastlandes und Angehörige anderer Länder lernen dort die deutsche Sprache und Kultur kennen. Dabei spielen auch Karnevalsfeiern, Martinsumzüge und Weihnachtsmärkte eine wichtige Rolle.

Nicht zuletzt: Die an der Schule gewonnenen Qualifikationen ermöglichen es den Schülerinnen und Schülern später ein Studium oder eine Arbeit in Deutschland aufzunehmen. Eine lebenslange Verbundenheit mit Deutschland ist oft die Folge.

Über 20 Deutsche Auslandschulen wurden seit 2008 weltweit neu eröffnet. Inzwischen existieren mehr als 140 solcher Schulen in 71 Ländern. Besucht werden diese von etwa 21.000 deutschen und 58.000 nichtdeutschen Schülerinnen und Schülern. Private Trägervereine leiten die Deutschen Auslandschulen, die zu 70 Prozent aus Eigenmitteln (Spenden, Schulgeldern) finanziert werden. Die übrigen 30 Prozent werden aus den Schulfonds der Bundesrepublik Deutschland gezahlt.

Zusätzlich zu den 140 Deutschen Auslandsschulen fördert das Auswärtige Amt aktuell 870 Schulen, die das Deutsche Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz an Schulen der Gastgeberländer weltweit anbieten. 2011 wurden an den DSD-Schulen 311.700 Schülerinnen und Schüler in Deutsch unterrichtet.

Donnerstag, 14. März 2013

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