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Mittwoch, 27. Februar 2013

Pressemitteilung:
63
Ausgabejahr:
2013

Staatsministerin Böhmer: „Länder müssen Schulen besser auf Quereinsteiger vorbereiten!“

"Deutschland wird für Fachkräfte aus aller Welt zunehmend attraktiver. Die heute vom Bundeskabinett verabschiedete neue Beschäftigungsverordnung ist ein weiterer wichtiger Baustein zur Etablierung einer Willkommenskultur. Der Beschluss sendet das Signal aus: Wer über Wissen und Können verfügt und sich aktiv bei uns einbringen will, ist willkommen! Zugleich steht der Beschluss für den gesellschaftlichen Wandel, der sich in unserem Land vollzieht: Hiernach werden verstärkt die Potenziale von gut qualifizierten Migranten geschätzt“, erklärte Staatsministerin Böhmer anlässlich der Verabschiedung der Verordnung zur Änderung des Ausländerbeschäftigungsrechts durch das Bundeskabinett.

Dadurch wird Fachkräften, die ihre Berufsqualifikation für die Beschäftigung in Ausbildungsberufen im Ausland erworben haben, die Zulassung zum deutschen Arbeitsmarkt ermöglicht.


„Der heutige Beschluss knüpft eng an das am 1. April vergangenen Jahres in Kraft getretene Gesetz zur verbesserten Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse an. Das Gesetz ist ein Meilenstein für die Integration und ein wichtiges Zeichen der Wertschätzung der Lebensleistung von Zuwanderern. Zugleich ermöglicht das Anerkennungsgesetz qualifizierten Zuwanderern, sich bereits im Herkunftsland über die Möglichkeiten der Anerkennung ihres Abschlusses in einem Ausbildungsberuf in Deutschland zu informieren und das Verfahren einzuleiten. Für die Integration der Zuwanderer ist diese Regelung von herausragender Bedeutung: Auch bei Fachkräften muss die Integration von Anfang an in den Blick genommen werden“, so die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung.


„Viele der Zuwanderer bringen auch ihre Familien mit nach Deutschland. Umso mehr muss auch die Integration der Angehörigen und insbesondere der Kinder von Beginn an unterstützt werden. Besonders wichtig ist es, die Schulen besser auf die Unterrichtung von Quereinsteigern vorzubereiten, die häufig über keine oder nur geringe Deutschkenntnisse verfügen. Hier herrscht ein dringender Nachholbedarf! Nötig sind neue gezielte Angebote, um den zugewanderten Kindern den Erwerb der deutschen Sprache zu ermöglichen. So sollten diese Kinder beispielsweise Intensivkurse Deutsch besuchen können, bevor sie am regulären Schulunterricht teilnehmen. Ich fordere die Länder nachdrücklich auf, solche Angebote schnellstmöglich bereitzustellen“, betonte Böhmer.

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