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Lebensmittelsicherheit

Strenge Regeln für gesundheitsbezogene Werbung

Verbraucher sind seit dem 14. Dezember 2012 besser vor nicht nachgewiesenen Angaben geschützt. Denn gesundheitsbezogene Werbung ist nur noch dann erlaubt, wenn diese ausdrücklich zugelassen ist.

Verbraucher müssen sich auf gesundheitsbezogene Angaben auf Lebensmitteln verlassen können. "Was auf der Verpackung steht, muss auch stimmen", erklärte Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner.

Angaben werden erst geprüft, dann zugelassen

Zugelassen hat die EFSA (Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit) derzeit 222 gesundheitsbezogene Angaben (so genannte Health Claims). Das ist das Prüfergebnis von annähernd der Hälfte zuvor eingereichter und zusammengefasster Anträge auf Zulassung. Die erlaubten Angaben betreffen Vitamine, Mineralstoffe wie Calcium, Magnesium oder Eisen ebenso wie Wasser, Fleisch und Fisch und zuckerfreie Kaugummis bzw. Zuckerersatzstoffe.

Erlaubt sind unter anderem Aussagen wie "Calcium wird für die Erhaltung normaler Knochen benötigt" oder "Vitamin C trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems bei".

Genauer Wortlaut entscheidend

Neben dem genauen Wortlaut der erlaubten Angaben enthält die Health-Claims-Liste Bedingungen sowie mögliche Einschränkungen und Warnungen zu der Verwendung. Trägt eine Kaugummipackung den Hinweis "zuckerfrei", darf ein Lebensmittelhersteller" mit der Angabe "Zuckerfreier Kaugummi trägt zur Erhaltung der Zahnminieralisierung bei" werben. Dann muss er aber zudem darüber informieren, dass sich die positive Wirkung bei mindestens 20-minütigem Kauen nach dem Essen oder Trinken einstellt.

Anderes Beispiel: Einige Lebensmittel enthalten Pektine, so zum Beispiel Äpfel. Einige Verpackungen sind mit dem Hinweis versehen, dass Pektine zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels im Blut beitragen. Hier muss der Hersteller erklären, dass sich die positive Wirkung erst bei einer Aufnahme von sechs Gramm Pektinen einstellt.

Liste wird laufend aktualisiert

Alle nicht auf der so genannten Health-Claims-Liste stehenden Werbeaussagen sind verboten. Zumindest so lange, wie sie nicht zugelassen werden. Denn die Liste wird fortwährend aktualisiert. Prüfungen von rund 2000 Angaben zu pflanzlichen Stoffen und 200 Angaben zu anderen Stoffen, wie Mikroorganismen, stehen noch aus.

Freitag, 14. Dezember 2012

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