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Arbeitsmarkt

Der deutsche Arbeitsmarkt hat sich gut und stabil entwickelt. Die Arbeitslosenzahlen sind überall in Deutschland gesunken. Im Jahresdurchschnitt 2011 waren rund 2,976 Millionen Menschen arbeitslos – der niedrigste Stand seit 20 Jahren.

Die Zahl der Erwerbstätigen erreichte 2011 mit rund 41 Millionen einen Höchstwert. Allein im vergangenen Jahr sind rund 671.000 neue sozialversicherungspflichtige Jobs entstanden. Und auch 2012 haben Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung weiter zugenommen. Die Beschäftigung wächst in allen Bundesländern und in den meisten Branchen.

Vom positiven Trend am Arbeitsmarkt haben auch viele Langzeitarbeitslose profitiert. Ihre Zahl ist – der Bundesagentur für Arbeit zufolge – seit 2006 um 624.000 gesunken. Das sind fast 40 Prozent weniger. Heute sind nur noch halb so viele Jugendliche unter 25 Jahren arbeitslos wie 2005. Im August 2012 lag die Arbeitslosenquote der unter 25-Jährigen bei 6,9 Prozent – so niedrig wie fast nirgends sonst in Europa.

Aktive Arbeitsmarktpolitik

Die Arbeitsmarktpolitik der Bundesregierung hat maßgeblich dazu beigetragen, dass die Arbeitslosigkeit spürbar gesunken ist.

Das „Gesetz zur Verbesserung der Eingliederungschancen am Arbeitsmarkt“ verbessert die arbeitsmarktpolitischen Handlungsmöglichkeiten weiter. Künftig gibt es mehr Handlungsspielraum und Kompetenzen für die Vermittler vor Ort. Sie sollen noch besser auf die individuelle Situation von Arbeitssuchenden eingehen. Der Einsatz der arbeitsmarktpolitischen Instrumente soll künftig noch individueller am konkreten Unterstützungsbedarf ausgerichtet sein.

Schwerpunkte liegen auf der Weiterbildung und auf dem Kampf gegen Jugendarbeitslosigkeit. Die Begleitung des Berufseinstiegs, bislang als Modell erprobt, wird fortgesetzt. Schülerinnen und Schüler, die sich beim Schulabschluss oder beim Übergang in die Ausbildung schwertun, können künftig an allen allgemeinbildenden Schulen ab dem vorletzten Schuljahr unterstützt werden.

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Arbeitsförderung
Ausbildungsförderung

Fachkräftesicherung

Schon heute suchen Unternehmen in vielen Berufen dringend Fachkräfte. Der demografische Wandel wird die Nachfrage nach gut ausgebildeten Menschen weiter verstärken. Deswegen hat die Bundesregierung im Juni 2011 ein umfassendes Konzept zur Fachkräftesicherung beschlossen. Es ist auch Teil ihrer Demografiestrategie. Es geht darum, die Chancen von Frauen, Jugendlichen, Älteren sowie Menschen mit Migrationshintergrund auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Denn 6,1 Millionen Frauen im erwerbsfähigen Alter sind – oft trotz guter Ausbildung – nicht berufstätig. 6,5 Prozent der Jugendlichen in Deutschland verlassen die Schule ohne Abschluss. Mehr als jeder fünfte Ausbildungsvertrag wird vorzeitig aufgelöst. Noch scheiden zu viele Beschäftigte vorzeitig aus dem Berufsleben aus.

Erste positive Entwicklungen sind bereits erkennbar: Die Erwerbsbeteiligung Älterer ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Bei den 60- bis 64-Jährigen hat sie sich in den letzten zehn Jahren sogar mehr als verdoppelt. Damit nimmt Deutschland hinter Schweden den zweiten Platz im europäischen Vergleich ein. Anders als in vielen anderen europäischen Ländern hat die Bundesregierung das Renteneintrittsalter rechtzeitig erhöht.

Arbeitsmarktpolitische Maßnahmen wie das Bundesprogramm „Perspektive 50plus – Beschäftigungspakte in den Regionen“ und die Initiative Neue Qualität der Arbeit (INQA) unterstützen den Ausbau altersgerechter Arbeitsplätze in den Unternehmen. Auch für Alleinerziehende gibt es bessere Chancen am Arbeitsmarkt.

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„Berufliche Bildung – praktisch unschlagbar“

Um gut qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen, ist die Anerkennung ausländischer Abschlüsse seit April 2012 erleichtert. Die Blaue Karte EU, die seit August 2012 eingeführt ist, vereinfacht den Zuzug von Akademikern aus Nicht-EU-Staaten. Für ausländische Studenten und Absolventen deutscher Hochschulen ist es leichter geworden, hier zu arbeiten.

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Fachkräfte gewinnen
Fachkräfte-Offensive
Make it in Germany
Anerkennung von Abschlüssen
Fachkräftesicherung
BQ-Portal

Branchen-Mindestlöhne

Mindestlöhne müssen möglichst durch Tarifverträge festgesetzt sein. Das stärkt die Tarifautonomie und führt zu sachgerechten Ergebnissen.

Die Evaluation hat gezeigt: von Sozialpartnern ausgehandelte Branchen-Mindestlöhne haben sich bewährt. Im September 2011 hat die Bundesregierung Mindestlöhne in sechs Branchen auf der Grundlage des Arbeitnehmer-Entsendegesetzes verlängert. Außerdem ist für Zeitarbeit erstmals eine verbindliche Lohnuntergrenze nach dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz festgesetzt. Damit profitieren derzeit rund vier Millionen Beschäftigte von Branchen-Mindestlöhnen.

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Evaluation Mindestlöhne

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