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Politik für ältere Menschen

Sicherung im Alter

2012 ist der Beitragssatz zur gesetzlichen Rentenversicherung um 0,3 Prozentpunkte auf 19,6 Prozent gesunken. Damit hat die Bundesregierung Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer um 1,3 Milliarden Euro und die Arbeitgeber um denselben Betrag entlastet. Zugleich sind die Renten der gesetzlichen Rentenversicherung 2012 um rund 2,2 Prozent gestiegen. Die Reserve in der Rentenkasse betrug Ende 2011 rund 24 Milliarden Euro.

Seit Anfang 2012 steigt die Regelaltersgrenze langsam bis auf 67 Jahre im Jahr 2029.

Wie der Alterssicherungsbericht der Bundesregierung zeigt, setzen viele Menschen neben der gesetzlichen Alterssicherung auf zusätzliche Einkommen in der dritten Lebensphase. Über 15 Millionen Menschen bauen eine private Alterssicherung auf oder setzen auf eine betriebliche Altersvorsorge. Derzeit haben rund 15 Millionen Beschäftigte Anwartschaften auf Betriebsrenten.

Um eine Lücke in der Alterssicherung zu schließen, sollen künftig Selbstständige verpflichtet werden, für ihr Alter vorzusorgen. Dabei können sie ihren Vorsorgeweg frei wählen.

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Sicherung im Alter

Zuhause im Alter

Das Programm „Zuhause im Alter – Soziales Wohnen“ unterstützt den Wunsch älterer Menschen, so lange wie möglich in ihrer Wohnung zu bleiben. Unter dem Titel "Nachbarschaftshilfe und soziale Dienstleistungen" fördert das Bundesfamilienministerium bundesweit 35 Projekte, die eine bessere Unterstützung und Versorgung älterer Menschen in deren Wohnumfeld ermöglichen. Bei den Projekten geht es um neue Formen eines "Hilfe-Mix": Netzwerke, die sowohl aus Familienangehörigen, Nachbarn und freiwillig Engagierten als auch Fachkräften bestehen und dadurch die nötige Unterstützung auf viele Schultern verteilen.

Die Initiative "Qualifizierung des Handwerks" wird gemeinsam mit dem Zentralverband des Deutschen Handwerks durchgeführt. Sie hat zum Ziel, Kompetenz- und Qualitätszentren aufzubauen, in denen sich Handwerker für das altersgerechte und barrierefreie Bauen und Wohnen schulen lassen können. Bei der Umsetzung solcher Konzepte fördert der Bund 18 Handwerksorganisationen.

Europäisches Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen

Im Rahmen des „Europäischen Jahres für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen 2012“ fördert die Bundesregierung mit rund 900.000 Euro bundesweit 45 Projekte zu den nationalen Schwerpunktthemen altersgerechte Arbeitswelt, Teilhabe, neue Bilder vom Alter, Eigenständigkeit, Generationensolidarität sowie der Vereinbarkeit von Pflege und Beruf.

Sicherung der Fachkräftebasis in der Altenpflege. Die Bundesregierung setzt sich für die Sicherung der Fachkräftebasis in den Pflegeberufen ein. Im Mai 2011 hat sie deshalb eine „Ausbildungs- und Qualifizierungsoffensive Altenpflege“ gestartet, die gemeinsam von Bund, Ländern und Verbänden getragen wird. Ziel ist es, durch konkrete Vereinbarungen, die Aus-, Fort- und Weiterbildung in der Altenpflege zu stärken und die Attraktivität des Berufs- und Beschäftigungsfeldes zu steigern. Die Vereinbarung soll noch in diesem Jahr unterzeichnet werden.

Die Bundesregierung will die Ausbildungen im Bereich Pflege grundlegend modernisieren und zusammenführen. Eckpunkte dazu hat die Bund-Länder-Arbeitsgruppe „Weiterentwicklung der Pflegeberufe“ im März 2012 veröffentlicht.

Neuorganisation der landwirtschaftlichen Sozialversicherung

Ab Januar 2013 gibt es den neuen Sozialversicherungsträger „Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau“. Durch den Zusammenschluss der 36 bisherigen Träger wird die Organisationsstruktur der landwirtschaftlichen Sozialversicherung moderner, das System effizienter.

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