Navigation und Service

Inhalt

Internationaler Tag der Tropenwälder

Tropenwälder - grüne Lunge der Erde

Wälder bedecken fast ein Drittel der Landfläche der Erde. Diese vier Milliarden Hektar beherbergen unzählige Tier- und Pflanzenarten, regulieren das Klima und speichern unsere Süßwasservorräte. Doch obwohl sie unverzichtbar sind, sind die Wälder in Gefahr.

Tropenwald Der Schutz der Tropenwälder ist ein wichtiges Anliegen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit Foto: Eerepami Regenwaldstiftung

Weltweit werden jährlich etwa 13 Millionen Hektar Wald zerstört. Diese Fläche entspricht etwa der Größe Griechenlands. Oder anders gerechnet: Pro Minute gehen 35 Fußballfelder Wald verloren. In weiten Teilen Lateinamerikas, Afrikas und Südostasiens hat sich der Anteil der Tropenwälder inzwischen erheblich verringert: von 20 Prozent auf nur noch sieben Prozent der globalen Landfläche.

Lebensgrundlage für Mensch und Tier

Tropenwälder sind unverzichtbar für das Leben auf der Erde. Als wichtige Kohlenstoffspeicher dienen sie dem Klimaschutz und beherbergen eine einmalige biologische Vielfalt. "Mit ihren Rohstoffen bilden die Wälder unserer Erde die Lebensgrundlage von etwa 1,6 Milliarden Menschen, allein in den Tropenwäldern leben rund 300 Millionen Menschen." Das unterstreicht Hans-Jürgen Beerfeltz, Staatssekretär im Bundesentwicklungsministerium, anlässlich des Internationalen Tropenwald-Tages.

Der Internationale Tag der Tropenwälder wird seit 1989 begangen. Initiiert wurde er durch den "World Wildlife Fund" (WWF). Er findet seitdem jährlich am 14. September, dem Geburtstag des bedeutenden Amazonas-Forschers Alexander von Humboldt, statt. Mit dem Aktionstag wird auf die drohende Zerstörung der Regenwälder hingewiesen.

Der Schutz der Tropenwälder ist ein wichtiges Anliegen der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Beerfeltz: "Dabei gilt es insbesondere, die fortschreitende Zerstörung der Tropenwälder zu verhindern." Durch eine nachhaltige Nutzung müsse ihr Fortbestand dauerhaft gesichert werden.

Schutz durch Nutzung

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit unterstützt ihre Partnerländer, integrierte Schutz- und Nutzungskonzepte umzusetzen. Neben dem strengen Schutz bestimmter besonders wertvoller Waldflächen muss auch eine schonende, nachhaltige Waldnutzung möglich sein. "Schutz durch Nutzung" lautet daher eine wichtige Strategie der Entwicklungszusammenarbeit, die auch den indigenen Völkern dient.

"Gerade der Kauf von Tropenholz kann einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Tropenwälder leisten. Entscheidend ist dabei allerdings, dass der Verbraucher beim Kauf darauf achtet, dass das Holz aus nachhaltiger Produktion stammt, was durch entsprechende Nachhaltigkeitssiegel nachgewiesen werden kann", so der Staatssekretär.

Deutschland hat ab 2013 sein Engagement für den Erhalt von Wäldern und anderen Ökosystemen auf 500 Millionen Euro jährlich verstärkt. Es gehört damit international zu den wichtigsten Akteuren im Waldschutz.
Das Bundeslandwirtschaftsministerium, das Bundesumweltministerium sowie das Bundesentwicklungsministerium fördern Projekte zum nachhaltigen Tropenwaldschutz. Durchführende Organisation für diese Projekte ist die Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ).

Verantwortung übernehmen

Ein weiteres Beispiel: Das Bundesentwicklungsministerium unterstützt die Provinzbehörden in Vietnams Mekong-Delta da, das Management der ökologisch wichtigen Mangrovenwälder zu verbessern. Diese wurden durch den Ausbau der Shrimp- und Fischzucht immer weiter zurückgedrängt.

In einem ganzheitlichen Ansatz werden hier sowohl neue Techniken zur Erholung der Mangroven als auch Nachhaltigkeitsstandards in der Aquakultur eingeführt. Eine zentrale Rolle kommt dabei der ansässigen Bevölkerung zu. Diese übernimmt die Verantwortung für den Schutz und die nachhaltige Nutzung der Wälder und profitiert damit auch direkt von den erzielten Gewinnen.

Samstag, 14. September 2013

Seitenübersicht

Beiträge